Aläva, die südlichste und größte, aber volksärmste der drei bask. Provinzen im NO. von Spanien, mit der Hauptstadt Vitoria, hat ein Areal von 3122 qkm, zählt (1877) 93 191 E. und grenzt im N. an die beiden andern bask. Provinzen, Biscaya und Wteasilt im O. an Navarra, im S. und W. an Altcastilien. Sie bildet eine zum obern Ebro herantretende südl. Terrasse des cantabr. Küstengebirgs, welches hier unter den Spezialnamen Sierra Alta, Montes de Altube und Sierra de Aranzazu die Nordgrenzen der Provinz umsäumt, und wird durch zwei südlichere Ketten in drei Thalschaften geteilt. Der Ebro berührt teilweise die Südgrenze; er nimmt die Zadorra als linken Nebenfluß auf, deren schönes Thal wie eine einzige städtische Straße erscheint. Zwei Hauptstraßen und zwei Eisenbahnen machen A. zu einem wichtigen Passageland zwischen Castilien und ——— Das Klima des in seinem mittlern, ebenen Teile, der Llanda-de-Vitoria durchschnittlich 500 m hohen Plateau wird durch die Gebirge des Landes zu einem mildgemäßigten; es läßt den Schnee selten in den untern Thälern erben Wa reift im August den Weizen, im Oktober en Mais und begünstigt den Weinstock, selbst den Olbaum in seinem Gedeihen. Die fruchtbarste Gegend ist das längs dem Ebro hinziehende, unter dem Namen der Rioja-alavesa bekannte Hügelgelände, in welchem viel Obst und namentlich Wein gebaut wird. Die centrale Hochebene erzeugt sehr viel Getreide, dessen Überschuß nach Biscaya und Guipuzeoa ausgeführt wird, desgleichen viel Hanf und Gartenfrüchte. Außerdem besitzt das Land herrliche Eichenwälder, einen Schatz an Eisen, Kupfer, Antimon, Marmor, Kalk, Gips, Steinkohlen, viele Mineralquellen, unter denen als Bäder die kalte von Villa-Real und die warmen von Uribarri und Berriatua den meisten Ruf haben. Die Bewohner des Landes (Alaveses) sind ein kräftiger, rühriger Volksschlag. (S. Basken.) AUlayrac (Nicolas d'), s. Dalayrac (Nicolas).