Biard (Frangois), franz. Genremaler, geb. zu Lyon 27. Juni 1800, besuchte die Kunstschule seiner Vaterstadt und begab sich nachher auf Reisen, die ihn nach Malta, Cypern, Syrien und pten führten. UÜberall sammelte er Skizzen und Entwürfe zu Gemälden, die er nach seiner ückkehr ausfuhrte. Im J. 1835 ließ er sich in Ruf: nieder und gründete hier in kurzer Zeit seinen Ruf; 1839 unternahm er eine Reise nach Grönland und Spitzbergen, 1855 nach Brasilien. Über letztere Reise berichtet er in der Schrift „Deux ans au Brésilo (1862). Die trockene und kalte Manier, die er von der Lyoner Schule sich angeeignet, gereicht seinen Reisebildern nicht zum Vorteil, welche aber durch die Neuheit und Fremdartigkeit der teilweise noch nie behandelten Gegenstände 1. Noch mehr Anklang fanden seine komischen Genrestücke, die aus dem Gebiete des Intern Be Lebens gegriffen sind. Zu seinen bekanntern Werken gehören: Cflaoe eines Maskenballs, Das Familienkonzert, Sklavenmarkt an der Goldküste Afrikas, Kampf mit den Eisbären, Die Ohrenbeichte, Reisende Komödianten auf der See. — Seine Gattin Léonie, geborene d' Aunet, eb. 1820, geschieden 1845, gest. 21. März 1879 zu Paris, veröffentlichte unter ihrem Familiennamen die Romane: „Un mariage en provincer (2. Aufl. 1857), Une vengeance (2. Ausg. 1858), das Drama Jane Osborno (1855) und Voyage d'une femme au Spitzbergo (3. Aufl. 1867).