FeedBarbier (Antoine Alexandre)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Barbier (Antoine Alexandre), namhafter franz. Bibliograph, geb. 11. Jan. 1765 zu Coulommiers, war beim Ausbruch der Revolution Pfarrer, ging aber 1794 nach Paris, wo man ihn zum Mitglied der Kommission ernannte, welche mit der Sammlung der in den aufgehobenen Klöstern befindlichen Gegenstände der Litteratur und Kunst beauftragt ward. Dies bahnte ihm den Weg zu der Stelle eines en des der von ihm selbst gebildeten Bibliothek des Staatsrats (1798), und als diese 1807 auf das Schloß Len ir Keine gebracht wurde, ernannte ihn Napoleon zu seinem Bibliothekar. Nach der Restauration erhielt er die Aufsicht über die Privatbibliothek des Königs. Er starb 6. Dez. 1825. Von seinen bibliogr. Arbeiten ist als Hauptwerk zu betrachten das Dictionnaire des ouvrages anonymes et pseudonymes (4 Bde., Par. 1806—8;: 3. Aufl. 1872 fg.), zu welchem Demanne im Nou-⸗ veau recueilb (Par. 1834) ein Supplement lieferte. Auch verdient Erwähnung seine Nouvelle bibliotheque d'un homme de gonto (5 Bde., Par. 1808 —10) und Examen critique et complément des dictionnaires historiqueso (Par. 1820).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 471Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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