Berchet (Giovanni), ital. Dichter, geb. 23. Dez. 1783 zu Mailand, war eins der Häupter der romantischen Schule der 4Giovine Italias, zu deren Verbreitung er durch die Ubersetzung von Bürgers Lenorey und anderer Balladen wesentlich beitrug. n der Napoleonischen Zeit beim Senat für das Königreich Italien angestellt, ward er nach der Resieigtger v abgesetzt, widmete sich der Litteratur, war eißiger Mitarbeiter des Conciliatore, weshalb nach der gescheiterten Revolution von 1820—21 ein langjähriges Exil ihn traf, das er bis 1829 als Handlungsbuchhalter in London, dann als Begleiter des Marchese Giuseppe Arconati abwechselnd in Frankreich, Belgien, Deutschland und Griechenland x verlebte. Erst 1848 kehrte er nach seiner Vaterstadt zurück und ward von der des Unterria Regierung l in Mailand zum Minister des Unterrichts ernannt. Nach der Unterdrückung der Revolution begab er sich nach Turin und wurde in die sardin. a Kammer gewählt, wo er sich zur gemäßigten Partei x hielt. Er starb 23. Dez. 1851. Seine polit. Ge-Walria sich durch Glut der aputden se sowie durch räftige Sprache aus und wurden sehr populär. Sein berühmtestes Gedicht sind 4Die Flüchtlinge 1 von Parga. Eine Gesamtausgabe seiner Werke hat F. Cusani (Mail. 1863) besorgt. — Sein Neffe, Guglielm 0. B., geb. 1833, lieferte zahlreiche l wichtige Arbeiten zur Geschichte Venedigs. 0