Bassauo, Stadt in der ital. Provinz Vicenza im Compartimento Venetien mit (1880 als Gemeinde) 14 704 E., 28 km nordnordöstlich von Viscenza, liegt auf einer Anhöhe in weiter Ebene am linken Ufer der Brenta, über welche eine bedeckte „Holzbrücke auf steinernen Pfeilern führt, seit die von Palladio erbaute vom ahnunch fortgerissen wurde, und ist durch Zweigbahn nach Padua mit der Oberitalienischen Eisenbahn verbunden. Mit ihren alten hohen Mauern und der hochgelegenen, von Ezzelino da Romano erbauten Burg urh ihre ie einen höchst malerischen Anblick, der durch ihre ge unmittelbar am Fuße der Alpen noch erhöht wird. Die Stadt ist Sitz eines Distriktskommissariats und einer Prätur, hat mehrere Klöster, ein [Gymnasium, mehrere Irdenwaren⸗ und andere Fabriken, viele Gerbereien, bedeutenden und befrühmten Wein⸗, Oliven⸗ und Spargelbau, lebhaften Handel in Seide, Tuch und Leder und eine Freimesse. Die Druckerei von Remondini ist eine der größten derartigen Anstalten in Oberitalien. d. den 30 dli ram sowie in dem Palaste des Grafen Roberti finden sich schöne Gemälde. B. ist der Geburtsort der Philologen Aldus Manutius und Roberti sowie der Malerfamilie da Ponte, die sich deshalb Bassano nannte. Im Mittelalter war B. fast immer den benachbarten Städten unterworfen (zuerst Vicenza, dann Padua, seit 1405 Venedig); nur eine Zeit lang hatte es eigene Podestäs. Einen berühmten Namen erlangte es durch die Siege Bonapartes. Bei B. schlug derselbe 8. Sept. 1796 den österr. Feldmarschall Wurmser, welcher von Trient aufgebrochen war, um Mantua zu entsetzen und den Gegner vom weitern Vordringen in Tirol abzuhalten. Beides —— denn mit Kraft warfen Massena rechts und Augereau links des Flusses die österr. Avant-Erns zurück und rückten nach Erstürmung der rücke in B. ein. Wurmser aber zog sich mit dem Verluste von 6000 Gefangenen, 8 Fahnen, 32 Kanonen und einigen hundert Wagen nach Vicenza zurück. Auch 6. Nov. 1796, 11. Nov. 1801, 5. Nov. 1805 und 31. Okt. 1813 kam es bei B. zwischen Franzosen und Österreichern zu Gefechten. Durch Napoleon ward B. 1809 zu einem Herzogtum mit 15000 Thlrn. jährlicher Einkünfte erhoben und 1811 der Minister-Staatssekretär Maret (s. d.) damit beliehen, der sich nun Herzog von B. nannte.