FeedBambocciaden
Bildende KunstBrockhaus 1882

Bambocciaden werden in der Malerei Bilder genannt, welche Gegenstände und Scenen des gemeinen Lebens auf grotesk-komische Weise darstellen, wie Jahrmärkte, Bauernfeste u. dgl. Die Bezeichnung entnahmen zuerst die Italiener vom niederländ. Maler Pieter van Laar, den sie wegen seines kindischen Wesens Bamboccio (d. h. Hampelmann) nannten. Dieser war zwar nicht 4 der der Gattung (denn schon vor ihm hatten der ältere Breughel, die beiden Teniers u. a. dergleischen Stoffe behandelt), verschaffte derselben aber in Italien zuerst Eingang. amboo (eigentlich die engl. Bezeichnung für Bambus), rohr-oder strohgelb gefärbte, unglasierte Thonwaren, die in Indien von den Eingeborenen Bamboukbutter (Shea-oder Galambutter) ist ein Fett, welches aus den ölreichen Kernen verschiedener Bassia-Arten, die an der Westküste Afrikas und in Indien wachsen, durch Ausschmelzen in heißem Wasser gewonnen wird. Als Stammpflanze gilt Bassia butyracea Roæcb. und Bassia Parkii Don., von andern wird Elais guinensis angegeben, was aber auf einer mehrfach vorgekommenen Verwechselung mit Palmfett beruht. In den Produktionsländern wird das frische Fett als ahrungsmittel benutzt, bei uns dient es zur Seifen- und Kerzenfabrikation. Es ist butterweich, weiß, 359. Ter 5. einzeln rötlich gefärbt, schmilzt bei 35. r B. ziemlich gleich und ebenfalls von Bassia-Arten stammend sind die Fettarten, welche im Handel die Namen Mawah⸗, Choorie-und Phulawarabutter, Illipe⸗, Djave⸗ und Noungonöl führen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 418Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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