Bambuk, eine Plateaulandschaft Afrikas im Winkel zwischen dem Senegal und dessen linkem Nebenfluß Faleme, westlich von Bondu und östlich von Kaarta begrenzt. Das steile, gleich einer nur an einigen Stellen durchbrochenen Mauer zu 300 m emporsteigende Tambauragebirge durchzieht das Land von NW. nach SO. und entsendet westlich um Faleme, östlich zum Bafing und Senegal eine Menge, in der ersten Hälfte des Jahres fast ganz austrocknender Regenbäche und kleiner Flüsse. Die Hitze der unter 12. 30 bis 14· 15 nördl. Br. liegenden Landschaft ist sehr bedeutend. Zur Regenzeit, welche vom Juli oder August ab vier Monate währt, treten Überschwemmungen ein, die zwar die Luft vorübergehend ungesund machen, den Boden aber an Fruchtbarkeit dem Nilthale gleichstellen. Reis, Mais, 2I Wassermelonen gedeihen üppig ohne besondere flege, daneben Palmen, Banianen und wilder Wein. Die mit 1,5—2 m hohem Guineagras bewachsenen Ebenen begünstigen die Viehzucht, und neben den wilden Tieren des tropischen Afrika gedeihen Rinder und in den bergigen Gegenden Schafe. Die reichliche Vegetation gibt unzähligen Bienenschwärmen Nahrung, aus deren Honig Agreigtuun Getränke bereitet werden. Der Hauptreichtum B.s besteht aber in seinen Eisenerzen und Goldwäschen. Alle Regenbetten, das Schwemmland längs des Faleme, ganz besonders die Thäler, Ebenen und Flußbetten am Fuße des Tambauragebirgs sind reich an Goldsand, und jedes Dorf hat seine Goldwäschen in Gruben oder natürlichen Wasserrinnen. Am bekanntesten sind die zu Netekho (Natakon); bei Kenieba betreiben die Franzosen selbst das Goldwaschen. Die schwarzbraunen Einwohner gehören zum Mandingostamme und sind meist velch Heiden. Die einzige friedliche II bie. 6610 welche sie neben der Jagd betreiben, ist die, Gold . suchen, das sie, nebst dem Ehamien, von den zahlreichen hier einheimischen Elefanten, durch Karawanen an die Europäer verhandeln. edes Dorf wird selbständig von erblichen Häuptingen regiert. Das Land ward schon von den Portugiesen im 15. Jahrh. besetzt, welche aber von den Einwohnern vertrieben wurden. Ein Gleiches geschah auch den mohammed. Marabuts. Die geogr. Kandelsderen Bis ging zuerst von der franz.⸗afrik. Handelsgesellschaft des 18. Jahrh. aus, welche Niederlassungen in Galam gründete. Von hier aus unternahm 1716 der Baumeister Compagnon eine Reise. Gegen die Mitte des 18. Jahrh. waren an verschiedenen Orten B.s kleine Comptoirs errichtet, welche mittlerweile verloren gingen, aber in neuerer Zeit, wie das zu Farabana-Lahudi, wiederhergestellt worden sind. Im 19. Jahrh. trugen Mungo Park und besonders der Major Houghton viel zur-Kenntnis von B. bei. Seit 1858 schlossen die Franzosen Freundschaftsbündnisse mit den meisten Häuptlingen ab, die zum Teil die franz. Uans 1. anerkannten. Vgl. Raffenel, Voyage dans PAfrique oceidentalen (Par. 1846).