Bauchschnitt (Laparotomia) ist die operative Cröffnung der Bauchhöhle, wobei die Bau decken und das Bauchfell mit dem Messer durchschnitten werden, um entweder Vers lingungen der Gedärme zu lösen oder fremde in dieselbe oder in andere Organe der Bauchhöhle gedrungene Körper daraus zu entfernen all namentlich größere Geschwülste des Cier tocks, zu exstirpieren oder andere Operationen, z. B. den Kaiserschnitt (s. d.), in der Dauchhöhle vornehmen zu können. Unter allen Umständen zählt der Bauchschnitt zu den schwierigsten und gefährlichsten Operationen, weil durch das leichte Vorfallen der Gedärme durch die Wunde hindurch, ferner durch den Zutritt von Luft und Blut in die Bauchhöhe sowie durch die Schwierigkeit eines genügenden Abflusses der Wundsekrete der Kranke in roßer Gefahr schwebt; doch sind in der neuesten Zeit infolge der sog. antiseptischen Verbände, durch wel he die in der Luft enthaltenen fäulniserregenden Substanzen von der Wunde —7 x gehalten werden, sowie durch die ausgedehnte Anwendung der sog. Drainage, welche die Verhaltung des Wundsekrets verhindert, eine Reihe der glück⸗(e bilbun Erfolge bekannt geworden. Um die Ausbildung und Vervollkommnung der O erationsmethoden haben sich in England Baker un Spencer Schröber, in Amerika Marion Sims große Ver-t dienste erworben. uterina) heißt dersenige regelwidrige Zustand der Schwangerf aft, wo die Frucht tatt in der zu kr ihrer Entwickelung bestimmten Gebärmutter in der b Bauchhöhle sich entwickelt, indem das befruchtete L Ei entweder unmittelbar aus dem sog. Graafschen se Follikel des Eierstocks oder erst nach Zerreißung de der Muttertrompete in die Bauchhöhle gelangte. di In der Mehrzahl der Fälle kommt die Frucht nicht so zur vollständigen Ausbildung. Dieselbe stirbt ab ke und wird von Kallsalzen umlagert und imprägniert V Hog. Steinkind, Lithopaedion, welches oft di viele Jahre lang ohne Beschwerden im Leibe der Mutter getragen wird) oder die Frucht löst sich auf und wird mittels Absceßbildung durch die Bauch⸗ „wandungen oder die Gedärme nach außen geschafft. Bisweilen wird es aber auch nötig, die Frucht durch den Bauchschnitt (s. d.) zu entfernen. Bauchspeicheldrüse oder Pankreas ist eine burchschnittlich etwa 23 em lange und 3 em dicke, in der Bauchhöhle hinter dem Magen quer vor der Wirbelsäule liegende Drüse von länglich-platter Gestalt und 90—120 g Gewicht, deren rechtes, breiteres Ende der Kopf, und deren linkes, schmäleres der Schwanz genannt wird. Diese Drüse sondert einen speichelähnlichen, stark klebrigen, alkalischen Saft, den 20 Bauchspeichel (Sucens pancreaticus) ab, welcher sich durch einen eigenen Nasdat in den Zwölffingerdarm ergießt und für die Verdauung des aus dem Magen dahin gelangten Speisebreies sehr wichtig ist; hauptsächlich wandelt er, wie der Mundspeichel, das mit der Nah rung aufgenommene die dette 5. in Dextrin und Zucker um und bereitet die Fette durch Verf eifung zur Aufnahme in die Ch orper wowi vor; ferner löst er geronnene Eiweißkörper sowie leimgebende Substanzen auf und führt sie in leicht diffundierende Verbindungen, die sog. Peptone, über. (S. Verdauung.) Die Krankheiten des Pankreas sind selten und ziemlich dunkel; sie bringen Abmagerung und scheinbare Magenbeschwerden mit sich, rühren aber oft von benachbarten Krankheitsprozessen, 3. B. Magen⸗ oder Lumbarkrebs, her.