Baumart ein gewisses Alter, welches sie zu erreichen vermag, annimmt, so sind diese Zahlen doch immer nur Durchschnittszahlen. Bäume alfo, denen ein 100⸗ oder 200jähriges ter zugeschrieben wird, sind solche, die in der Regel ein 10 ches Alter erreichen, bevor sie absterben. Dies schließt aber keineswegs aus, daß dieselben unter besonders günstigen Standortsverhältnissen viel älter werden, ja ein Jahrtausend und länger fortvegetieren können — rend unter unguünstigen Verhä 4— ein solcher 4 schon nach funfzig und weniger Ja ren das Ende seines Lebens erreicht haben kann. Die ältesten bekannten Bäume sind verschiedene Affenbrotbäume Westafrikas, denen ein circa e Alter zugeschrieben wird. An diese schließen sich die mexik. Ceder (Taxodium distichum) bei Oaxaca in Mexiko und die in neuester Zeit berühmt gewordenen, ebenfalls zu den Nadelhölzern gehörigen Mammutbäume Californiens (Wellingtonia gigantea), deren Alter zwischen 3000 und 4000 Jahre etragen mag. Ein 200jähriges und höheres Alter erreichen die Ceder, der gemeine Eibenbaum (Taxus baccata) und verschiedene Eichen ee Dannen der Glbaum. Auch kennt man 1000jährige Tannen, Fuchton und Linden. — liber die in Mittel⸗ und Nordeuropa im Freien kultivierten Bäume und Sträucher vgl. Koch, Dendrologier (2 Bde., Erlangen 1869—73). teilen, welche von innern Urfachen oder Standortsverhältnissen herrühren, und in solche, Hracht durch äußere schädliche Einwirkungen hervorgebracht werden. Zu letztern gehören die Wurmtrocknis, d. h. das durch den Fraß unter der Rinde oder im Holze lebender Insekten (Borkenkäfer, Rüsselkäfer⸗, Bockkäfer⸗ und Prachtkäferlarven u. s. w.) herbei-Laudbol Absterben (Trockenwerden) der Nadel⸗ und selben Bäume infolge von Raupenfraß oder der Lockerung der Wurzeln durch Sturm, die häufig durch plötzliche deitellung (Wegnahme der pfer barbäume in Wäldern) hervorgerufene Wipfeldürre (Absterben, Trockenwerden der Wi Ind und der Rindenbrand lein Aufblättern der Rinde infolge des direkten Einfalls der Sonnenstrahlen nach geschehener plötzlicher Freistellung, namentlich bei der Rotbuche 2 g), das Erkranken oder Absterben durch Frost u. a. m. Krankhafte abnorme Bildungen der Knospen, Blätter, Blüten und Früchte werden durch zahlreiche Insekten, Gallen bildende Wespen .w.und nl liegen (Cecidomyia, Hormomyia u. s. w.) und Milben Phytoptus), verschiedene Blattläuse u. s. w. verursacht. Unter den innern Krankheiten sind am häufigsten und am meisten e Pile in die durch verschie: dene mikroskopische Pilze in den Wurzeln, im Stamm, in den Blättern hervorgerufenen Störungen des Baumlebens. So der Wurzelpilz (Agaricus melleus Vahl.) welcher nicht bloß allen sog. Harzsticken am Wurzelknoten verursacht, sondern auch an verschiedenen Laubhölzern bereits beobachtet wurde; die sehr Hölter., ve Wurzelfäule der Laub⸗ und Nadelhölzer, bewirkt durch Trametes radiciperda Hartig; die ungemein faule, 9o en Arten der Stammfäule, Kernfäule, Rotfäule u. f. w. Die Krankheiten der Rinde und des Bastkörpers haben gewöhnlich auch krankhafte Erscheinungen im Holzkörper zur Folge, z. B. (der Kiefernblasenrost (Peridermium Pini allr. corticola), dessen Mycelium den sog. Kien11 Kiefernkrebs erzeugt; dieser Pilz ist die Aciienform, welche zu dem auf Senecio vorkommenden andese (Coleosporium Senecionis) gehört; Hexenbesen und Krebs der 1 — durch Peridermium elatinum Ee. et S m.; mii Hartig Buchenkrebs, sowie andere krebs⸗ — Erscheinungen an Eschen, Eichen und andern Laubhölzern sind meist auf Einwirkung von Pilzen zurü efn rt worden. Zahlreich sind die Rostpilze und andern Pilzformen, welche die Blätter der Bäume bewohnen, zum Teil⸗ recht empfindliche Krankheiten, die sogar auch den Tod der befallenen Pflanzen bewirken. Hierher gehören 5 B. der Fichtennadelrost (Chrysomyxa Abietis Ung.); der Fichten⸗ und Kiefern-Ritzenschorf Isterium Pinastri Schrad.), welcher eine der rsachen der sog. Schütte der Kiefern ist. Diese höchst verderbliche Krankheit, welche im Gelbwerden und Abfallen der Nadeln, namentlich jüngerer Kiefern be ur ist ein Kollektivbegriff da sie durch vielerlei Ursachen hervorgerufen wird, außer dur den Pilz auch durch Frost, durch zu starke Wasserverdunstung aus den Nadeln bei noch gefrorenem Boden u. s. w. Der den meisten Weidenarten sehr verderbliche Weidenrost (Melampsora salicina Lev.) hat schon ganze Weidenheger getötet. Weniger nachteilig wirken andere Formen, wie z. B. Rhytisma acerinum Fr., welcher Runzelschorf die großen, rundlichen schwarzen Flecken auf den Blättern des Ahorn verursacht. Auch die Früchte der Bäume werden oft von Pilzen heimgesucht; bekannt sind unter andern die Taschen oder Narren der Pflaumen, verursacht durch ExXoascus Pruni Fuchel. Andere, zum Teil noch nicht hinreichend erklärte Krankheiten sind die Bleich⸗ und Ge Wloropt bedingt durch ein Unterbleiben der Chlorophyllbildung infolge Dunkelheit, ungeeigneter Temperatur, Eisenmangels u. s. w., und der Honigtau, welcher durchaus nicht bloß von Blattläusen herrührt. Vgl. Frank, «„Die Krankheiten der Pflan-Baum, im Maschinenwesen soviel wie Spindel, Welle (franz. eylindre, arbre, engl.spindle, arbor); in der Weberei eine 8. 166 au welche der Sto aufgewickelt wird (franz. déchargeoir, engl. beam on which the stuff is rolled), s. Maschinenwesen und Weberei.