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PflanzenreichBrockhaus 1882

Batate (nicht Patate l U unter welchem Namen die Völker span. Zun e die Kartoffel verstehen) wird die im tropischen merika einheimische und jetzt in allen Tropenländern und auch bisweilen in der warmen gemäßigten Zone 6. B. um Malaga angebaute Knollenwinde (Ipomaea Batatas Lam.) sowie deren Knollen genannt. Die zu der Familie der Konvolvulaceen gehörende Pflanze ist perennierend und entwickelt aus ihrem an und unter dem Boden hinkriechenden und wurzelnden Stengel sowohl langgestielte, pfeilförmige oder herzförmige Blätter und auf langen Stielen einzeln oder in Trugdolden stehende Blüten mit Trchte urpurfarbenen oder auswendig weißen Trichterblumen, als auch unter der Erde hängende, rübenförmige Knollen, welche oft bis 30 em lang und bis zu ½ kg schwer werden, bald weiß, bald gelb, rosenrot oder rot gefärbt, inwendi sehr mehlreich sind und einen angenehm süßen Ge —— besitzen. Am besten schmecken sie in 51 0r Asche gebraten. Man kennt eine große Anzahl von Spielarten, welche im Laufe der Zeit durch die Kultur entstanden sind. In den Tropengegenden dienen die Knollen auch als Viehfutter, die Blätter als Gemüse. Auch läßt sich aus dem Mehle der B. Brot backen und Spiritus bereiten. Dennoch vermag die B. die Kartoffel nicht zu ersetzen. Auch würde sie sich in Deutschland schon deshalb nicht zum Anbau eignen, weil zur Erzeugung mehlreicher Knollen durchaus ein warmes Klima notwendig ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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