Baum Baum ärtner), reiches augsberme Patriciergeschlecht, Derra angesehen in der Reformationszeit, wo es der kaiserl. Partel zuneigte. Hans und David B. führten die Verhandlungen mit Karl V. über die 21546, Aiur Ulms im Schmalkald. Kriege, Dez. 1546. Na der Kapitulation Augsburgs kamen sie in den Stadtrat, den der Kaiser achschen Ein David B. war später in die Grumbachschen Händel as Durch und wurde 1567 nach der Einnahme Gothas durch Kurfürst August von Sachsen enthauptet. Augustin B. vertrat Bayern 1562 auf dem Tridentiner Konzil, wo er durch seine freimütigen Reden bei den päpstlichen Legaten großen Anstoß erregte. Berühmter ist Hieronymus B. aus einem nürnberger Zweige der Familie, geb. 9. März 1498 u Nürnberg, Humanist und Re ormator, und einer er angesehensten Vertreter der Politik seiner Stadt unter Karl V. Anfangs in Ingolstadt, dann in Wittenberg (seit 1518) gebildet, durchdrang er sich hier mit den Ideen Luthers und Melan diede mit welchen ihn fortan eine innige und durch die nes ders mit Melanchthon gepflegte Korrespondenz stets rege gehaltene Freundse aft verband. Schon 1525 um Senator in seiner Vaterstadt erhoben, erhielt im Laufe der Jahre deren ½ Amter und vertrat sie auf einer Reihe von Reichstagen und auf dem 195 zu Schmalkalden, 1536. Im J. 1544 geriet er in die Gefangenschaft des Ritters Albrecht von Rosenberg, welcher für einen alten Zwist mit Nürnberg Genugthuung erlangen wollte. Erst im Sommer 1545 wurde B. nach langer Unterhandlung befreit. An der Reformation Nürnbergs hat B. großen Anteil; die Gründung des dortigen Gymnasiums und der Stadtbibliothek war wesentlich sein Werk. Luthers nachmalige Gattin, Katharina von Bora, war ursprünglich ihm bestimmt. B. starb zu Nürnberg 8. Dez. 1565.