Baumwollschnüre (frz. cordes de coton, engl. cords of cotton), aus den gröbern Nummern (8—20) der Baumwollgarne auf besondern Maschinen 1 estellte Schnüre oder Stricke, welche sich durch ihre Festigkeit und Schmiegsamkeit vor den Hanfseilen auszeichnen. Man verwendet dieselben zu Ein⸗ und Auszugschnüren bei den Selfactors der Baumwollspinnereien und in neuester I auch zu Antriebsschnüren bei Laufkranen, da etztere eine sehr schnelle Bewegung der Schnur und dichtes Anschmiegen derselben an die Schnurrollen erfordern. Von den zur Herstellung dieser Schnüre dienenden Maschinen ist besonders erwähnenswert die von Möring, welche bis zu 1000 Fäden (Baumwollgarn Nr. 15—20) 0 Schnüren von großer Gleichmäßigkeit und Vollendung verarbeitet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 599Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei