FeedBaur (Albert)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Baur (Albert), namhafter Historienmaler, geb. zu Aachen 13. Juli 1835, bildete sich in Düsseldorf, dessen Schule er in seiner romantischen Auffassung des Düftelorfer Stoffs durchaus angehört. An der Düsseldorfer Akademie war Sohn sein Lehrer, dann arbeitete er in dem Atelier Kehrens und endlich unter Leitung von Schwind zu München. Im J. 1861 r Dahmndune; urückgekehrt, gewann er den von der Verbindung für hitor. Kunst ausgeschriebenen Preis mit seinem großen Gemälde: Kaiser Ottos III. Leiche wird aus Italien nach Deutschland zurückgebracht. Dieses Werk machte durch die meisten Kunstvereine und Ausstellungen in Deutschland die Runde und erntete großen Beifall. Im J. 1864 gewann der Künstler in der Bewerbung wegen der malerischen Ausschmückung des Schwurgerichtssaals in Elberfeld mit seinem Entwurf einer Scene vom Jüngsten Gericht abermals den ersten Preis. In Düsseldorf entstand auch das ernste und wirkungsvolle Bild: Christen tragen den Leichnam einer Märtyrerin aus dem Cirkus. B. erhielt 1872 den Ruf als Professor der Historienmalerei nach Weimar, von wo er 1876 nach Düsseldorf zurückkehrte. An beiden Orten entstanden noch folgende größere Gemälde: Paulus predigt in Rom welches wiederum den Preis der Verbindung für istor. Kunst erhielt), Otto I. an der Leiche seines ruders Thankmar, Die Versiegelung des heil. Grabes und Nach der Grablegung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 600Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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