Hofmann (Joh. Mich. Ferd. Heinr.), Historienmaler, geb. 19. März 1824 in Darmstadt, erhielt Conversations-Lexikon. 13. Aufl. IX. den ersten Unterricht im Zeichnen durch den Kupferstecher Rauch in Darmstadt und bezog 1843 die Akademie zu Düsseldorf, wo unter Schadows Leitung sein erstes größeres Bild, eine Scene aus dem Leben Alboins, entstand, das der Württembergische Kunstverein ankaufte. Er besuchte dann Holland und Belgien, lebte später in München, Frankfurt a. M. und Prag, 1854—59 in Italien, dann in Darmstadt und seit 1862 in Dresden, wo er Ehrenmitglied der Akademie und Professor an derselben geworden ist. Von seinen Gemälden sind hervorzuheben: Grablegung Christi (1845), Romeo und Julie, König Enzio mit seiner Geliebten im Kerker (1852, zu Freiburg i. Br. befindlich), die Geangennehmung Christi (darmstädter Galerie), thello und Desdemona (im Besitz des Wurtpits von Fabrice in München), sowie zahlreiche Porträts (so das Heinrichs von F. Meer des Großmeisters des Kreuzherrenordens 5 eer lin Prag]). Im J. 1860 malte er eine Madonna mit Peter und Paul für eine äbin Kirche in Hessen, 1861 für Hamburg ein Altarbild: Christus erscheint der Magdalena am Grabe, 1868 für eine Kirche in Dänemark eine Auferstehung Christi. Unter den Werken dieser Art nimmt jedoch Christus und die Ehebrecherin den ersten Rang ein (in der dresdener Galerie). Auch lieferte H. mehrere Illustrationen zu Pechts «Shakspeare-Galeriev. Später war er namentlich viel mit Bildnismalerei beschäftigt. Das Gemälde: Christi Predigt am See, wurde 1876 für die berliner Nationalgalerie angekauft. Darauf malte er (1876) ein großes Deckengemälde (Apotheose der Helden des antiken Dramas) im Vestibule des Hoftheaters zu Dresden und 1877 die Verlobung Albrechts des Beherzten mit der böhm. Prinzessin Sidonie als großes Wandgemälde in der Albrechtsburg in Meißen. Neuere Werke sind noch Dornröschen, Leda und das in der dresdener Galerie befindliche, besonders gefeierte Bild: Jesus als Knabe im Tempel.