Beaumont-Vassy (Edouard Ferdinand de la Bonninière, Vicomte de), franz. Schriftsteller, Vetter von Gustave de B., geb. 1816 auf dem Schlosse La-Mothe-Souzay im Depart. Indre-Loire, versuchte sich zuerst litterarisch in Romanen und veröffentlichte unter anderm Une marquise d'autrefois „ (1838), 4Don Luis o (1839) u. s. w. Diesen folgte das geschätzte histor. Werk Les Suédois depuis Charles XII jusqu'à Oscar Io (2 Bde., 1841; 3. Aufl. 1847), das sich auf eigene Forschungen gründet, welche er während einer speziellen Mission nach Schweden zu unternehmen die Gelegenheit hatte. Außerdem schrieb er polit. Broschüren gegen die Revolution sowie eine «Histoire des Etats européens depuis le congrès de Vienne (Bd. 1—4, 1843—53), eine bedeutungslose Arbeit, die unvollendet blieb, und Histoire de mon tempso (4 Bde., 1855 —58), eine HMennhl Schilderung der Julimonarchie und der Republik. Einer der eifrigsten Anhänger der konservativ-monarchischen Partei, war B. 1851—53 Präfekt in Laon. Doch ließ er sich zu Finanzspekulationen fortreißen, die 1 18⁵59 auf zwei Jahre ins Gefängnis brachten. Seitdem erschienen von ihm: Les salons et la société parisienne sous Louis-Philippe Io (1866), Une intrigue dans le grand monde (1867), Les salons de Paris et de la société parisienne sous Napo1e0on IIIo (1868), Histoire authentique de la Commune (1871), 4 Histoire intime du second Empiren (1874), Papiers curieux d'un homme du couro (1875). B. starb zu Paris 25. Juli 1875.