Becker (Jak.), Genremaler, geb. in 11833 Kue bei Worms 15. März 1810, erhielt seit 1833 seine akademische Ausbildung in Düsseldorf, wo Schadow ihn besonders beeinflußte. Indes vertauschte er bald die romantische Richtung der Düsseldorfer Schule mit dem Realismus des volkstümlichen Genre. Insbesondere war es das Leben des deutschen Landmanns, welches er mit außerordentlicher Lebendigkeit, packender sung und immer fesselnder Neuheit der Auffassung zu behandeln wußte. Ein sehr ausgebildetes Schönheitsgefühl eichnet seine Gestalten und landschaftlichen Komposttionen aus, in welchen das poetische Element des Volkslebens zur wahren Geltung gelangt ist. Sein vorzüglichstes Werk sind die vom Gewitter ereilten Landleute (im Privatbesitz) und die mit ihrem Geistlichen kriegsflüchtigen Dorfbewohner. B., von dem auch ortder ean vorkommen, wurde 1840 als Professor der Landschafts⸗ und Genremalerei an das Städelsche Institut na Frankfurt a. M. berufen, wo er 22. Dez. 1872 starb.