Beckmann (Ludw. Konrad), ausgezeichneter Tier⸗ und Jagdenmaler, geb. in Hannover 21. Febr. 1822 als der Sohn eines Wagenfabrikanten, zeigte schon als Knabe lebhaftes Interesse für die Beobachtung des Tierlebens und die laltik. N seiner Erscheinungen in Malerei und Plastik. Nachdem er mündig geworden war, trat er von dem ihm aufgedrungenen Berufe seines Vaters wieder urück, in welchem er übrigens so Tüchtiges geleistet hatte, daß er seine dabei gesammelten Erfahrungen unter dem Titel «Theoretisch-praktisches Handbuch des Wagners und Chaisenfabrikantenv (Weim. 1845; 4. Aufl. 1865) herausgab. Der Besuch der Künstlerschule in Hamburg, der Verkehr mit dortigen Künstlern, die begeisternde Einwirkung mehrerer Landseerscher Bilder gewannen ihn völlig wieder für die Kunst und fortgesetzte Naturstudien riefen auch bald Früchte seiner Thätigkeit hervor. Im J. 1852 — er sich in Düsseldorf nieder, dessen Schule er jedo nur kurze Zeit besuchte. Später bereiste er Schottland, das ihm eine reiche Beute von Studienmaterial lieferte. B.s Olbilder wurden meistens für England erworben; es sind höchst lebenswahre Schilderungen meist wildbewegter Jagdscenen, Sauhetzen, Tierkämpfe u. s. w. B. hat sich auch als Illustrator und als Humorist auf litterarischem Gebiete mit Glück versucht; so im „Idiotismus venatoriuso und im «Reinke Fuchs» (Düsseld. 1856). ö