Bedford, eine Grafschaft des centralen England mit 149 461 C. (1881) auf 119584 akm. Das nicht eigentlich bergige Land ist im S. mit den unfruchtbaren Kreidehügeln der Chiltern-Hills (Dunstable- und Luton-Downs) und einem ihnen parallellaufenden, aus Grünstein gebildeten Höhenzuge, der Aund kar m zwischen Themse und Ouse, erüt, und hat im ganzen einen gutan ebauten, im Hauch fruchtbaren Boden. auptflüsse sind die Ouse mit ihren fischreichen Zuflüssen Ivel und Buzel und der zur Themse gehende Lea. Außer den Erzeugnissen des Acker⸗ und des besonders start betriebenen Gemüsebaues (um B. und Biggleswade) und der bei reichem Weidelande nicht unbeträchtlichen Viehzucht hprten zu den vorzüglichsten Produkten mehrere Kalksorten und Walkererde. Die Cpitzn v besteht besonders in Anfertigung von pitzen und Strohhüten. Die Grafschaft wird von der London-Northwestern⸗, der Midland⸗ und der London-Northern-Eisenbahn durchschnitten. Die Hauptstadt Bedford, an der hier schiffbar werdenden Ouse gelegen, ist ein Knotenpunkt der genannten Bahnen und zählt 19532 C., welche Eisenindustrie, Fabrikation von Ackerbaugerätschaften, Spitzenklöppelei, Strohhut⸗ und Schuhfabrikation, sowie lebhaften Handel mit Getreide und Vieh betreiben. Unter ihren fünf Kirchen ist die zwischen 1350 und 1400 erbaute got. St. Peterskirche hervorzuheben. Außerdem sind die 1753 erbaute Shirehall (Grafschaftssaah), die Kornbörse, die lat. Freischule, die engl., nationale und Handelsschule, das St.⸗Johns-Hospital, ein Krankenhaus, ein Gefängnis, ein Irrenhaus, die 1810 erbaute Ousebrücke, ein Theater, eine 1874 errichtete Bronzestatue Bunyans, vor allem aber die Britannia-Works, ein großartiges Depot landwirtschaftlicher Instrumente und Maschinen, bemerkenswert.