Bey (türk. Titel), s. Beg. Beyer (Gust. Friedr. von), preuß. General der Infanterie, geb. 26. onte 181² zu Berlin, trat 1829 in das preuß. 19. Infanterieregiment, besuchte 183³⁵ —38 die Allgemeine Kriegsschule, wurde dann je ein Jahr zur Artillerie und zu den Pionieren kommandiert und 1841—44 im topogr. Bureau des Generalstabes verwendet. J. 1849 nahm B. als Divisionsadjutant am Feldzuge in Baden teil und wurde im September als Hauptmann in den Groen Generalstab versetzt. Von 1850—60 war er itglied des Kriegsministeriums, von 1855 ab Inn der Centralabteilung. B. wurde 1859 in den Adelstand erhoben und 1860 zum Kommandeur des 31. Infanterieregiments, 1864 zum Kommandeur der 32. Infanteriebrigade und der preuß. Besatzungstruppen in Frankfurt a. M. ernannt. Als 1866 Kr Preußens Aufforderung zur Neutralität von Kur-r hessen abgelehnt wurde, erhielt B. Befehl, mit einer hauptsächlich aus den bisherigen Bundesfestungs-Her onen gebildeten Division in . einzurücken. er Kurfurst wurde auf Wilhelmshöhe zum Kriegsefangenen gemacht und das Land besetzt, wobei sch B. durch seine Mäßigung und Schonung 12. B. meine Anerkennung erwarb. Sodann verlegte B. den Hannoveranern, welche zur Vereinigung mit t den Bayern durchbrechen wollten, bei Eisenach den Weg und trat mit 100 Division 1 der Mainarmee unter General Vogel von Falckenstein. An dem Feldzuge derselben nahm B. rühmlichen Anteil. Er siegte 10. Juli bei Hammel urst lch an ö Fulda und Hanau, kämpfte 24. Juli glücklich an der Tauber,‚, 25. bei Helmstadt und bewog 26. bei des im Gefecht stehenden Feindes diesen zum Rückzuge. Nach dem Frieden wurde B. Kommandant von Frankfurt a. M. Nachdem er im Dez. 1866 um Generallieutenant befördert worden, wurde er im Mai 1867 als Militärbevollmächtigter nach Karlsruhe entsendet und trat im Febr. 1868 mit Genehmigung des Königs als Kriegsminister in bad. G. wo er die Reorganisation des Heeres nach preuß. Muster vollzog. Als 1870 der Krieg egen Frankreich ausbrach, übernahm B. den Besehl der bad. Felddivision, die mit der württem bergischen zu einem Armeekorps unter General von Werder zusammenstieß. Nach der Schlacht bei Wörth wurde er gegen Straßburg entsendet, das er zunächst einschloß. Er erkrankte indes und mußte das Kommando der Division abgeben, übernahm jedoch dasselbe nach seiner Genesung 13. Okt. nochmmals. Nach der Eroberung von Straßburg siegte B. mit den Badenern am Oignon und besetzte Dijon. Hiernach kehrte B. nach Karlsruhe auf seinen Posten als Kriegsminister zurück. Nach dem Frieden mit Frankreich trat B. 1871 in den preuß. Dienst zurück und wurde zum Gouverneur von Koblenz und Ehrenbreitstein, 22. März 1873 zum General der Infanterie befördert und vier Jahre darauf zum Chef des niederrhein. Füsilierregiments Nr. 39 ernannt. Im J. 1879 vertrat B. zwei Monate hindurch den kommandierenden General des 8. Armeekorps von Göben und wurde gegen Ende 1880 zur Disposition gestellt. B. lebt seitdem zu Berlin.