FeedBellermann (Joh. Joachim)
ReligionBrockhaus 1882

Bellermann (Joh. Joachim), Theolog und Altertumsforscher, geb. 23. Sept. 1754 zu Erfurt, dannzu erst auf der Universität seiner Vaterstadt, ann zu Göttingen und lebte seit 1778 einige Jahre in Rußland. Nach seiner Rückkehr habilitierte er sich 1782 zu Erfurt, wo er 1784 Professor am Gymnasium und bald im Fez auch Professor an der Universität wurde. Im Febr. 1804 folgte er dem Rufe als Direktor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, wo er nach Gründung der Universität an dieser auch zum nnormu Professor der Theologie und zum Konsistorialrat ernannt wurde. Nachdem er 1828 als Schuldirektor in Ruhestand getreten, starb er 25. Okt. 1842. Von Sehen zahlreichen Schriften sind besonders von Bedeutung; „Handbuch der biblischen Litteratur⸗ (4 Bde., Erf. 1787; 2. Aufl. 1796), »Versuch einer Erllärung der punischen Stellen im Pönulus des Plautus⸗ (3 Progr., Berl. 1806—8), Geschichtliche Nachrichten aus dem Altertume über Essäer und Therapeuten (Berl. 1821), Urim und Thummim, die ältesten Gemmen v Berl. 1824, mit Kupfern), Bemerkungen über phöniz. und punische Münzen ⸗ Mleer; Berl. 1812—16), „Uber die Gemmen er Alten mit dem Abraxasbilde⸗ (3 Progr., Berl. 1817—19) und »Über die Skarabäen-Gemmen ⸗ (2 Progr., Berl. 1820—21).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 741Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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