FeedBelloy (Pierre Laurent Buirette de)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Belloy (Pierre Laurent Buirette de), einer der ersten franz. Dramatiker, welche mit Erfolg statt der griech. und röm. oder ausländischen Helden vaterländische auf die franz. Bühne brachten, geb. 17. Nov. 1727 zu St.⸗Flour in Auvergne, kam chon als Kind nach Paris, wo er nach seines Baters Tode an seinem Oheim, einem berühmten Advokaten, eine Stütze fand, der ihn zum Rechtsgelehrten aunzeigte Da er aber Neigung zur dramatischen Kunst zeigte, 7 entfernte er sich heimlich, trat unter dem Namen ormont als Schauspieler auf mehrern nordiahre zu Petersburg, wo die Kaiserin Clisabeth sich ehr für ihn interessierte, kehrte jedoch 1758 nach ankreich zurück, um seine Tragödie Titus aufhren zu lassen. B. hoffte durch den Erfolg des Titus' seine Familie zu versöhnen; aber das Stück fiel durch (1758), und so kehrte er wieder nach Petersburg zurück. Erst nach seines ½¹⁷ Tode kam er abermals nach Paris, wo nun seine Tragödie „Zelmires (1762) den entschiedensten Beifall fand. Ihr folgte 1765 Le siége de Calais, ein Trauerspiel, das noch immer geschätzt wird. Das Stück „Gaston et Bayard (1771) verschaffte ihm die Aufnahme in die Französische Akademie. Am. längsten hat sich sein Pierre-le-Cruel (1772) auf der Bühne gehalten; (Gabrielle de Vergys, bei seinen Lebzeiten gedruckt (1770), wurde erst nach seinem Tode aufgeführt (1777). B. starb 5. März 1775 zu Paris. Seinen Stücken ist eine gewisse Kraft und dramatischer Effekt nicht abzusprechen, doch leiden sie an großer Inkorrektheit. Seine Oeuvresab Gaillard (6 Bde., Par. 1779), eine Auswahl uger (2 Bde., Par. 1811) heraus. Beu-Rock, d. i. Glockenfelsen, oder Inch-Cape eine fur die Schiffer höchst gefährliche Felsenbani von 780 m Länge und etwa 100 m Breite an der Ostküste der schott. Grafschaft ses, so 22 km östlich von der Mündung des Tayflusses, soll daher seinen Namen erhalten haben, daß die Mönche der nahen Abtei von attend ehemals eine Glocke (bell) aufgehängt hatten, die sie zur Warnung für die Schiffer beim Steigen und Fallen der Flut läuteten. Der Felsen bleibt bei gewöhnlicher Flut vom Wasser bedeckt; nur bei der niedrigsten Ebbe ragt er 1,8 bis 2 m hoch über die Meeresfläche hervor. eines Leuchtturms nach dem Muster des von Eddystone, der unter der Leitung des berühmten Baumeisters Stephenson 1811 vollendet wurde. selbe ist ein kreisförmiges, 32 m ohes Gebäude in 56 26 nördl. Br. und 15˙ 17“ östl. L. (von Greenwich), dessen Laterne ch 27½ m über dem Hochwasser befindet und welches bei Springfluten 5 m hoch unter Wasser gesetzt ist. Die Signale bewirkt eine Maschine; sie bestehen in weißem und rotem Lichte, alle 2 Minuten wechselnd und abwechselnd mit Dunkelheit, und bei Nebelwetter im Läuten zweier großer Glocken jede halbe Minute.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 747Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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