Belot (Adolphe), franz. dramatischer Dichter und Romanschriftsteller, geb. 6. Nov. 1829 in Pointe-à-Pitre —5 Guadeloupe, kam nach Frankreich, wo er Jura studierte und Advokat in Naney wurde. Seine litterarische Pelen de begann B. 1855 mit einem Bande Novellen, der unbemerkt blieb; auch ein zwei Jahre später gegebenes kleines Lustspiel: A la campagner, ließ keineswegs den außerordentlichen und dauerhaften 27 vorhersehen, den sein zweiter dramatischer Versuch, das ½ mit Villetard verfaßte dreiaktige ustspiel Le testament de César Girodoto, 1859 erleben sollte. Dasselbe ist im Stile der alten Charakterkomödie gehalten; es erinnert an Molières und Regnards Stücke. Später gab B. diese Richtung auf; seine übrigen Dramen sind meist auf bloß äußerlichen Effekt berechnete Rührstücke. Dazu ge4en „Les maris à systèmeso (1862), Le passé e M. Jouannes (1865) u. a. Auch Le drame de la rue de la Paix (1868), ein fünfaktiges Schauspiel nach seinem im Feuilleton des Figaror erschienenen Romane, hatte geringen Bühnenerfolg. Eine ganz entschiedene Bühnenwirkung hatte das dreiaktige Drama Miss Multono, nach dem engl. Roman East Lynnes von Mrs. Henry Wood. Seine übrien Dramen, die aber ur. geringern Wert aben, sind: La flevre du jour,La femme de feus, jeune et Risler ainén (1876, mit Alphonse Daudet). Man hat von B. auch mehrere Bände Novellen und einige große Feuilletonromane, die er zu Dramen verarbeitete, B. La Vénus de Gordeso (1867), femme de feuo (1872), (Les mystères mondainso, Folies de jeunesse (1876) u. s. w.