Bender-Abbasi, d. h. Abbas-Hafen, ein Hafenort an der Südküste Persiens, Provinz Kirmän, Landschaft Moghistan, nördlich der zum Persischen Meerbusen führenden Straße, der Insel Ormus egenüber gelegen, besteht aus Hütten und wenigen 106 ten Hanten mit einer aus Persern, Baudschen, Arabern, Kurden und Armeniern usruhr ten Bevölkerung von 8000 Köpfen. Die Ausfuhr besteht in Teppichen, Tabak, Baumwolle, Opium, Henna, Asa foetida und trockenen Früchten aus Per-Por die Doc in Stückgütern, ind. Tuch und orzellan. Doch ist der Handel und die Bedeutung des Ortes sehr gesunken. Bender-Abbasi steht in regelmäßiger wöchentlicher Dampfschiffverbindung mit Bombay, Karratschi, Buschir und Basra. Die Portugiesen hatten hier von Ormus aus 1612 das Fort Komoran, auch Gomrun genannt, an-Reelguz nach dessen 9 a 1614 und ihrer Vertreibung 1623 durch Schah Abbas I. und die Engländer der Hafen dadurch aufblühte, daß der Schon den Handel von Ormus hierher verlegte. Schon Lande 5 des 17. Jahrh. hinderten die nruhen im nde den Verkehr, und die Waren mußten die mehr im Innern des Persischen Golfs gelegenen 0 öch aufsuchen. Unter Nadir-Schah (1736—47) zog sich der Handel, insbesondere der britische, nach Abus ehr (. d.). Da das Klima sehr heiß und den Persern unzuträglich ist, wurde der Landstrich gegen jährlichen Tribut an den Imam von Maskat verpachtet. Als jedoch dieser 1854 den Tribut verweigerte, nahmen die Perser die Stadt ein. Im J. 187⁰ wurde zwar der Tribut und hiermit auch der Vertrag erneuert, jedoch and 1875 wieder aufgehoben. wder B. führen noch andere Gwatzen un des Perischen Meerbusens, des Schwarzen und Roten eeres, an der Küste Indiens u. s. w. den Namen „Bendero (d. i. Hafen).