FeedBenevölus (lat.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Benevölus (lat.), wohlwollend; lector benevolé (Superlativ benevolentissime), geneigter (sehr geneigter) Leser. Mi. Hauptort eines Kantons im Kreise des elsaß-lothring. Bezirks Unterelsaß, links an der ll und an der Eisenbahn Straßburg-Basel, 26 km eichts, hut) von Straßburg, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat starken Tabak- und Hanfbau, Baumwollspinnerei, Bandweberei und Färberei (bis 1871 auch eine Staatstabakmanufaktur), eine Wasserheilanstalt und zählt (1880) 2795 E., darunter ungefähr 2100 Katholiken. Den Bischöfen von Straß-Wil Pehorig, wurde B. 1394 von dem Bischof Wilhelm von Diest an die Stadt Straßburg verpfändet, welche B. befestigen ließ, dann 1528 von den Bischöfen zurückgekauft und wieder katholisiert. wurde 1632 un. langer, von Zorn von Bulach geleiteter Verteidigung durch Gustav Horn erobert, ein Hauptwaffenplatz der Schweden, die es 1650 nach dem Frieden von Münster wieder dem Bischof von Straßburg übergaben (bis 1789). In der Nähe von B. liegen Hükten heim mit undgr Baumwollspinnerei, und Ehl, das Helvetum er Römer, bis ins 5. W eine wichtige Stadt, röm. Waffenfabrik un unzstätte, angeblich Begräbnisort des heil. Maternus, des ersten Apostels des Elsaß, setzt Vorort von B. mit einer Cichorienfabrik.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 764Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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