Benzosäure, Benzosblumen, Acidum benzolcum sublimatum, Flores Bender Narn Dieselbe kommt ungemein verbreitet in der Natur vor, in einer großen Anzahl von Wurtell in ätherischen Olen, im Kraut und in den Wurzeln vieler Pflanzen, am reichlichsten jedoch in dem Benoeharz, von welchem ihr Name stammt. Sie läßt Iheiheehch aus dem 4½ darstellen und entteht bei vielen verschiedenen Reaktionen der der aromatischen Reihe angehörenden Körper sowie bei der Spaltung der Hippursäure. Zu ihrer Darstellung man, wenn es sich um pharmaceutische Zwecke andelt, sich einer ganz bestimmt vorgeschriebenen ethode zu bedienen, der Sublimation des Benzosarzes, wobei man sich am besten der Kalkuttabenzos edient, weil diese am reichsten an B. und außerdem billiger als siamesische Benzos ist. Das gepulverte Harz wird in einem flachen eisernen Grapen auf einem Sandbade gelinde erwärmt, wobei es 7 schmilzt und dann schwere Dämpfe von B. in reichicher Menge entwickelt, die an kalten Gegenständen leicht zu Krystallen verdichten. Zur Sammlung erselben überstürzt man den Grapen mit einer Dadel Papiertüte, oder man bedeckt ihn mit einem eckel, von welchem sich ein weites Rohr abzweigt, aus dem die ausgel auf kurzestem Wege in einen mit Papier ausgeklebten Holzkasten aicher sede Nach beendigter Sublimation, bei welcher jede Überhitzung zu vermeiden ist, findet sich die B. als schneeweiße Krystalle und Flocken in der Papiertüte oder sonstigem Verdichtungsapparat. Die so darhen O. rystalle Lamne sich durch einen deutichen Geruch nach Vanille aus, von einem sehr geringen Gehalt an *+½ lherrührend, welcher aus dem Harze stammt. Eine reichlichere Ausbeute . man, wenn man das gepulverte Harz mit Kalkmilch oder kohlensaurem Natron längere Zeit warm digeriert, schließlich bis zum Schmelzen des Harzes kocht und aus der wässerigen Lösung des alanre a Salzes die Säure durch Zusatz von Salzsäure fällt. Die so bereitete Säure riecht weit weniger stark als die durch Sublimation gewonnene. Fur technische Zwecke wird die B. meist aus sencher Harr dargestellt. Zu 4— Behuf wird frischer Harn von Rindern oder Pferden, die „vorzugsweise Cerealienfutter oder Wiesenheu, dagegen kein Kleeheu als Nahrung erhalten, rasch auf ein Fünftel seines Volumens verdampft und nach dem Erkalten mit Salzfäure im liberf 0 versetzt, wobei sich Hippursäure sofort als Krystallbrei auscheidet. Nach 24 Stunden trennt man diesen von r Mutterlauge und reinigt die Hippursäure durch ufige Umtrystallisation, is der ihr hartnäckig anaftende Harngeruch möglichst entfernt ist. Die säure gelocht, wobei eine Spaltung in B. und Glycokoll erfolgt, nach der Gleichung: Die reine B. bildet farblose, lichtbeständige Kryalle, die aus dem Harz sublimierte färbt rin inolge einer Zersetzung des beigemengten ätherischen ls mit der Zeit gelblich. Sie schmilzt bei 121,4 C., siedet bei 249,2˙ und sublimiert ohne Zersetzung zu erleiden; ihre Dämpfe reizen heftig zum Husten. Mit Wasser verdampft sie schon unter dem Siede565 desselben, wässerige Lösungen derselben lassen ch daher durch Verdampfen nicht konzentrieren. öslich in 24 Teilen kochendem und 200 Teilen kaltem Wasser, leicht löslich in Alkohol, Ather, Chloroform, ätherischen und fetten Glen. Wird weder durch konzentrirte Schwefelsäure, noch durch verdünnte Chrom⸗ Salpeter⸗, Ubermanganfäure angegriffen. . toffatome des in ihr entb tenen Radikals C, ind einzeln, zu zweien . reien oder 1. verd durch Chlor, Brom, J „ OH, NO, NH, vertretbar, wo urch eine außerordentlich große Zahl verschiedener Derivate entstehen, von denen viele noch in isomeren Modifikationen auftreten. Außer in der Medizin findet die B. Verwendung in der Farbentechnik.