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Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Berbera, Hafen⸗ und Handelsplatz, am Golf von Aden an der Somaliküste, 270 km südlich von Aden, im Hintergrunde einer durch eine schmale Landzunge im Norden geschützten und gegen W. geöffneten, 7 km langen, 2 km breiten, 20 25 m tiefen Bucht gelegen. Die Umgebung ist flach und sandig, im S. und SO. umsäumt von terrass enartig ansteigenden Ebenen mit Gebüsch und Weideland, bune: denen sich halbkreisförmig malerische Kalkgeirge und weiter am Horizont Tafelberge und zackige Hochgebirge erheben. Die flache Landzunge enthält an der Basis die von den Dünen rs Reste der verfallenen Niederlassung Hellet-Abbas. Letztere war mLanden auf den Trümmern des antiten Malao im Lande Barbarica erbaut, welches die Griechen durch die Handelsfahrten der Ptolemäer kennen lernten und bis zum Vorgebirge Aromata, dem jetzigen Kap Guardafui, auch das Weihrauchsland nannten. B. ist einer der geräumigsten und besten Häfen der ganzen Somaliküste und war wahe im 15 Orient wegen seiner Messe berühmt, welche von e Oktober bis zum März dauerte. Einige Ruinen und die Reste einer Wasserleitung deuten auf eine schon frühe Bedeutung des Ortes. . neuerer Zeit ist B. ziemlich verlassen und verdet, da die Habrauel-Somali, zu deren Distrikte derselbe gehört, sich behufs ihres Handels jetzt andern Küstenplätzen zuwenden. Außer dem trefflichen Hafen bietet B. ein gesundes Klima, süßes Wasser und fruchtbaren Boden. Nachdem B. im Sommer 1875 von ägypt. Truppen besetzt worden war und sich auch der Hafen Sela unterworfen hatte, ließ der Chedive die umliegende Landschaft als ägypt. Provinz mit B. als Hauptort organisieren.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 786Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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