Berauschende Mittel (Inebriantia), diejenigen diätetischen und pharmaceutischen Mittel, welche den unter dem Namen Rausch bekannten Zustand der Exaltation und lüberreizung der Hirnthätigkeit hervorzurufen vermögen. Zu Walli gehören vor allen der Alkohol und die alkoholhaltigen Getränke, der Ather und gewisse Narkotika (Opium, Haschisch, Fliegenschwamm u. a.); auch die Kohlensäure in größern Mengen dem Magen einverleibt, vermag eine leicht berauschende Wirkung entfalten (sog. Brunnenrausch beim Trinken kohlensäurereicher Quellen). Über die durch gewohnheitsmäßigen Mißbrauch der berauschenden Mittel entstehenden Schäden und Krankheiten s. Alkoholismus.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 786Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei