Berger (Joh. Erich von), Philosoph deutscher Schule, geb. 1. Sept. 1772 zu Faaborg auf Fünen, wurde auf den Universitäten Kopenhagen, Göttingen und Kiel gebildet, später bei einem mehrjährigen, nur durch Reisen in seine dän. Heimat, nach Süddeutschland und der Schweiz unterbrochenen Aufenthalt in Jena mit Reinhold, Fichte, Hülsen, Schelling, Steffens u. a. persönlich bekannt und von der großen Bewegung der deutschen Philosophie derart ergriffen, daß er ihr seine Hauptstudien widmete. Bahrend er ein Landgut bei Kiel bewirtschaftete, arbeitete er sein erstes größeres Werk: „Philos. Darstellung der Harmonie des Weltallso (Altona 1808), aus, welchem eine Anzahl ublizistischer, pädagogischer und anderer Gelegeneitsschriften (teils dänisch, teils deutsch) vorherdenmasen waren und folgten. Nachdem er noch einmal nach Göttingen gegangen war, um unter Gauß zu studieren, wurde er 1814 zum Professor der Astronomie und 1816 nach Reinholds Tode zum Professor der Philosophie an der kieler Universität ernannt, in welcher Stellung er bis zu seinem Tode 22. Febr. 1833 wirkte. Die philof. Anschauung, welche das erwähnte Werk in phantasie- und ärterer he Weise aussprach, hat er später in abgeklärterer, en del Wif Form in den «Allgemeinen Grundzügen der Wissenschafto (4 Bde., Altona 1817—27) durchgeführt; dabei ist er aber von der Hegelschen Phänomenologie und Logik so abhängig eworden, daß er fast als einer der ältesten Schüler egels betrachtet werden darf, wenn auch nicht zu leugnen ist, daß er anfänglich denjenigen Grundedanken, welche der durch Schellings Identitätssstem charakterisierten Phase der Entwickelung des deutschen Idealismus entsprechen, eine verhältnis⸗ „Johann Erich von B.s Lebeno (Altona 1835).