Berlin zurück, wo er als Lehrer bis zu seinem Tode, 16. Febr. 1839, wirkte. Zu seinen Schülern gehören Mendelssohn und Wilh. Taubert. Gedruckt erschienen von seinen Kompositionen, außer einigen kleinern Sachen, vier Sonaten, eine Fuge mit Präludium, eine Toccata, einige Rondos und Variationenhefte, mehrere Hefte vortrefflicher Etuden und einige Liederkompositionen, von denen Die schöne Müllerino die meiste Verbreitung gewann. In seinem Nachlasse fanden sich Kantaten, Symphonien und Opern; doch sind daraus bis jetzt nur einige Gesangkompositionen erschienen. Berger (Louis Konstanz), namhafter Politiker, geb. 28. Aug. 1829 zu Witten, wo er, nachdem er größere Reisen durch Europa unternommen die Leitung einer ihm gehörigen großen Gußstahlfabrik übernahm, deren Betrieb er später einer Aktiengesellschaft überließ, um sich ganz dem öffentlichen Leben zu widmen. Seit 1865 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses und seit 1874 Mitschri des Reichstags, gehörte er anfangs der Fortchrittspartei an, trennte sich jedoch aus Anlaß der Debatten über das Militärgesetz im April 1874 von dieser Baabter und legte sein Mandat in die Hände der Wähler zurück, die Magrs im Oktober desselben Jahres mit großer Majorität wiederwählten. Gemeinsam mit dem Abgeordneten Löwe Galbe) übernahm er hierauf die Führung einer parlamentarischen Gruppe, die in polit. Rragen meist mit der Fortschrittspartei zusammenging, in wirtschaftlichen Fragen aber dieser Fraktion entschieden entgegentrat und namentlich bei der Zolltarifrevision 1879 im Sinne der Majorität thätig war. Bei der Reichstagswahl 1881 unterlag B. ebenso wie Löwe einer Koalition der Fortschrittspartei und des Centrums. B. ist ein gewandter und schlagfertiger Redner. Bergerae, Hauptstadt eines Arrondissements im franz. Depart. Dordogne, auf dem rechten Ufer der Dordogne, über die eine schöne Brücke führt, und an der Zweigbahn Libourne-Buisson der Orléansbahn, hat eine 1856 erbaute got. Kirche Notre-Dame), einen Justizpalast, ein Handelsgericht, ein Kommunal⸗-Colleége, ist Sitz eines reform. Konfistoriums „hat Branntweinbrennereien, Gerberei, Böttcherei, lebhaften Handel mit Getreide, Trüffeln, Branntwein, mit den Erzeugnissen der in der Umgegend zahlreichen Papierfabriken, Hüttenwerke, Eisen⸗ und Kupferhämmer, besonders aber mit Wein und zählt (1876) 10 610 (Gemeinde 13 120) E. Der sog. Bergeracwein, häufig auch ordogne an den eipod. der Dordogne und der Gironde gebaut, ist weiß oder rot von Farbe und nimmt unter den Bordeauxweinen einen hohen Rang ein. Die geschätztesten Sorten sind die von Montbazillac, St.⸗Nexans und Sancé. In der Nähe von B. ist die Barrage der Dordogne, wo diese 5 m fällt, und wodurch sie zu allen Hahretdeunn schiffbar gemacht ist. B. verdankt seinen Ursprung der 1080 gegründeten Abtei St.⸗Martin und war früher eine wichtige SRlallef die in den engl. Kriegen eine bedeutende Rolle spielte. Später blühte die Stadt mächtig auf, hatte bedeutende Industrie und dehnte ihren Handel von Bordeaux bis Lyon sowie über die ganze Auvergne aus. Seit 1561 war sie ein Hauptwaffenplatz der Hugenotten und wurde 1621 von Richelieu belagert, er übergabe gezwungen und ihrer Festungswerke beraubt. Die Vernichtung der blühenden bung des der prot. Stadt erfolgte durch die Aufhebung des Edikts von Nantes (1685), wo 40000 E. sie verließen und seit welcher Zeit sie sich nicht wieder hat emporschwingen können.