Benedikt ist der Name von 14 Päpsten. — B. I., 574—578, war bemüht, die d die Einfälle der Longobarden veranlaßte Not zu mildern. — B. II., ein geborener Römer, 683—685, erhielt vom Kaiser Konstantinus Pogonatus das Zugeständnis, daß der röm. Bischof — nach der Wahl konsekriert werden durfe, ehe die iserl. Bestätigung eingetrof5. sei. — B. III. war Papst von 855 bis 858. — IV., 900—903, einer der bessern Päpste des 10. Jahrh., krönte den König Ludwig von iederburgund zum röm. Kaiser lals solcher Ludwig III.). — B. V., 964 von den Römern gewählt als Gegenpapst Leos VIII., des Papstes Ottos I. Letzterer verwies ihn nach Hamburg, wo er 966 starb. — B. VI., von Otto I. 97²2 anerkannt, ward vom Usurpator Crescentius 974 im Kerker erdrosselt. — B. VII., 975—984, von der kaiserl. Partei nach der ucht Bonifacius' VII. zum Papst gewählt, zeigte sich in allen Dingen Kaiser Otio II. ergeben. — B. VIII., 1012—24, Sohn des Grafen von Tusculum, wurde von seiner Familie auf den päpstl. Stuhl erhoben und von Kaiser Heinrich II. anerkannt, während die Crescentier den Römer Gregor wählten. Im J. 1014 krönte er Heinrich II. als treuen Schutzherrn der Kirche, entriß in lutigen Kämpfen Sardinien und Unteritalien den Arabern und Griechen und wirkte auf mehrern Synoden für die Reformation der Kirche im Geiste Clugnys. Er starb 27. Febr. 1024. — B. IX. (Theophylact), Neffe des vorigen, als Knabe durch Bestechung 1033 zum Papst gemacht, wurde 1038 en sittenlosen Lebens vertrieben, durch Konrad II. wieder eingesetzt, 1044 durch die Partei des Konsuls Ptolemäus und den 9 dre. Sylvester III. förmlich abgesetzt, na ei Monaten aber auh Geld wieder als Papst angenommen. Er verkaufte hierauf seine Würde an den röm. E prie er Johannes Gra tianus lals Papst Gr orVI), blieb aber nichtsdestoweniger Papst. Zugleich mit Sylvester und Gregor durch Kaiser He III. ten Tode Clemens II. auf acht Monate dunch Geld er na wa inlich durch Gi olgabermals auf den päpstl. Stuhl, bis er 1049 durch Leo IX. beseitigt wurde. Nach dessen Tode 1054, machte er noch einen letzten vergeblichen V uch, 1056. — B. X., u we der toscan. dem tei 1058 Papst, e nach neun Monaten de 4½ Synode zu Siena und namentlich ildebra XI. folgte 1303 auf Bonifacius VIII. (s. d.) wußte durch Milde un n 96 die ihm von seinem den Ende zu Er starb dereits 7. Juli 1304, wahrscheinlich an Gift. — B. XII., 1334 —42, aus Languedoc gebürtig und von niederer Herkunft, vermochte dem Einfluß gegenüber die Rückkehr nach Rom Hoher urchzusezen. Um eine strengere — der Klöster und Mönchsorden bemüht, von epotismus durchaus frei, hat B. im ommt zum Segen der Kirche gewirkt; nur in dem nflikt mit König Ludwig dem Bayern zwang ihn der franz. Einfluß zu einer Halsstarrigkeit, welche zur Taae hatte, daß die deutschen en auf dem Tage zu Rense 1338 erklärten, der von ihnen zum Römischen König Erwählte men. der päpstl. Bestäting nicht. — Den Namen B. XIII. fübren zwei äpste. Der eine, Peter de Luna aus Aragonien, ward 1394 in Avignon zum Papst ählt, aber 1409 vom Konzil zu Pisa, 1417 vom onzil zu Konstanzals Schismatiker abgesetzt, doch lebte er bis 1424 auf seiner Bergfeste Peniscola im Königreich Valencia, von vier ardinälen umgeben, als wäre er allein rechtmäßiger Papst. Der andere, Petrus Franziskus, aus dem Hause Orsini-Gravina, ward als Crzbischof von Benevent 1724 zum Papst gewählt. Mehr Gelehrter als Politiker, zeigte er wenig Geschick, den weltlichen Mächten gegenüber die Rechte der Kirche zu wahren. Er starb 21. Febr. 1730. — B. XIV.( rosper Lambertini), der merkwürdigste dieses Namens, geb. 1675 zu Bologna, studierte die Kirchenväter, das kanonische und bürrliche Recht und ward zu Rom Konsi torialadvokat. n der Folge wurde er Promotor fidei und schrieb ein abechen Werk über die bei den Seligsprechungen üblichen Gebräuche (4 Bde., Bologna 1730. Er wurde 1727 zum Bischof von Ancona, 1728 zum Kardinal und 1732 zum Erzbischof von Bologna ernannt und bestieg nach Clemens XII. Tod 1740 den päpstl. Stuhl. Durch weise und maßvolle Ben litik gelang es ihm, selbst unter ungünstigen Verhältnissen, nicht nur die kath., sondern auch die prot. ein besonderer Gegenstand seiner Sor 10 t. Er stiftete Akademien zu Rom, erhöhte die Blute der Akademie zu Bologna, ließ einen Grad des Meridians messen, den Obelisk auf dem Marsfelde aufrichten, die Kirche St. Marcellin nach einem selbst entworfenen Plane erbauen, die schönen Gemälde in St. Peter in Mosaik ausführen und die besten engl. und Ber „Werke ins Italienische übersetzen. Auf seinen eichl begann man auch, ein Verzeichnis der Handschriften Vaticanischen Bibliothek zu drucken, deren Zahl er bis auf 3300 vermehrt hatte. Den Jesuiten war er durchaus abgeneigt, ernannte keinen derselben zum Kardinal, verbot ihre äußerliche Missionspraxis und bereitete kurz vor seinem Tode ihre Aufhebung vor durch das Gebot einer Reform und die Beschränkung ihrer Rechte. Ihm zur Seite stand als Minister der rdinal Valentin. B. starb 3. Mai 1758. Seine wichtigste Schrift ist die von den Synoden. Eine Ausgabe seiner Werke besorgte der Jesuit de Azevedo (12 Bde., Rom 17⁴4⁷—51; vollständiger 16 Bde., Vened. 177%0. Seine Lebensbeschreibung erschien zu Rom 1787.