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GeschichteBrockhaus 1882

Bernhard, Stammyvater des noch jetzt regierenden Soin des 5e von Sachsen-Meiningen, war ein Sohn des Herzogs Ernst des Frommen von Sachsen-Gotha und der altenb. Prinzessin Elisabeth Sophie. Er war geb. 10. Sept. 1649, studierte in Tübingen und Genf und vermählte sich 1671 mit der Prinzessin Maria Hedwig von en-Darmstadt. Als sein Vater starb (1675), e B. anfangs, nach der väterlichen Anordnung, mit seinen sechs Brüdern die Regierung gemeinsam. Aber nachdem bereits 1680 Teilungsverträge zwischen mehrern Brüdern zu Stande gekommen waren, 864 Bernhard Erich Freund (Herzog v. S ward am 20. Juni 1681 ein Hauptrezeß Herzogm vermöge dessen auch B. ein besonderes Herzogtum mit der Residenz Meiningen erhielt. Als dann 1699 sein Bruder Albrecht von Cobur dende ward B. in einen 7255. mit seinen überlebenden Brüdern verwickelt. B. starb 27. April 1706, nachdem es ihm gelungen war, sein Gebiet durch einige Erwerbungen zu vergrößern. ernhard Erich Freund, Herzog von Sachsen-Meiningen, geb. 17. Dez. 1800, verlor schon 24. Dez. 1803 seinen Vater, den Herzog Georg, dessen einziger Sohn er war und dem er nun unter O hrener Prüne seiner Mutter, Luise Eleonore, geborener Prinzessin von Hohenlohe-Langenburg (gest. 30. April 1837), folgte. Nachdem er unter der Leitung des Oberkonsistorialrats Mosengeil — den Hochschulen zu Jena und Heidelberg und dur Reisen nach den Niederlanden, der Schweiz, Italien und 2 seine Bildung vollendet, übernahm er 17. Dez. 1821 die Regierung selbst, worauf er sich 1825 mit Maria, der Tochter des Kurfürsten Wilhelm II. von Hessen, vermählte. Schon 1823 ließ er eine neue Organifation der Landesbehörden und 4. Sept. 1824 das Grundgesetz landständischer terbens 5. ins Leben treten. Als infolge des Ausrbens der Sachsen-Gothaischen Linie ihm die rstentümer Hil gund dir und Saalfeld, die rafschaft Kamburg und die Herrschaft Kranichfeld zufielen, unternahm er eine abermalige tion des nun aus sehr verschiedenen Bestandteilen Ium Seron A Landes, die 1829 zu Stande am. Schon Anfang März 1848 gestand er die Forderungen des Volks zu 00 diese noch in unmittelbar drängender Weife laut geworden waren. Außerdem erkannte er die frankfurter Reichsverfassung unbedingt an, trat später der Union bei und beharrte auch nach deren Aufgeben bei den Bestrebungen für Deutschlands Einheit. Im eigenen Lande wandte sich indes der Fürst, verstimmt durch manche Erscheinungen, seit dem Herbst 1849 mehr und mehr einer durchaus nicht von konstitutionellem Geiste beseelten P Mocsan seiuer zu, die namentlich durch häufigen Wechsel seiner Minister auffiel. Beim Ausbruch des preuß.⸗österr. Konflikts 1866 stellte er sich auf die Seite Osterreichs, und war das einzige Mitglied der 12. Kurie, welches in der verhängnisvollen Bundestagssitzung vom 14. Juni für den österr. Mobilisierungsantrag gegen Preußen euni ließ. Am 25. Juni notifizierte daher Preuen an die meining. Regierung, daß ihre feindliche Haltung den Kriegszustand herbeigeführt habe. Es erfolgte zunächst die Besetzung der Grafschaft Kamburg, und als der Herzog während der Friedensverhandlungen in seinem Widerstande beharrte,‚ rückten 19. Sept. preuß. Truppen in Meiningen selbst ein. Aber schon 20. Sept. dankte der Herzog zu Gunsten seines Sohnes, des Erbprinzen Georg . d.), ab, worauf dieser 8. Okt. mit Preußen den

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 863Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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