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ErdkundeBrockhaus 1882

Bernina, ein mächtiger vergletscherter Gebirgs5 im schweiz. Kanton Graubünden, bildet die üdwestlichste Gruppe der Rhätischen Alpen und gipfelt mit dem Piz Bernina (4052 m) im NO., der sich zwischen den Gletschern Tschierva, Morte1278 und Scerscen erhebt; die Spiße wurde zuerst 13. Sept. 1850 vom eidgenössischen Geometer Coaz, dann 3. Okt. 1858 von Sarraz, Jenni und Ruodi und seither öfters bestiegen. Das Dem Mout. des B., das an Ausdehnung kaum dem Montblanegebiet nachsteht, schickt seine größten Gletscher orno⸗, Roseg⸗, Morterats gletscher nach N. zum ergell und Oberengadin. Quer durch das Massiv bebrt vom Malojapasse nach Sondrio im Veltlin er rauhe Murettopaß (2626 m) und scheidet die Gruppe des Monte della Disgrazia (3680 m) und der Bergellerberge (Cima di Castello, 3402 m) von dem eigentlichen Berninagebirge. (S. Alpen, S. 460, 10.) Über das Joch am Ostende des Stocks Ban die ungefähr 50 km lange Kunststraße des erninapasses (2336 m) aus dem Oberengadin in das Puschlav und Veltlin. Unterhalb der Paß-B liegen die beiden Seen Lago-Nero und Lagoianco, von denen der erstere zum Gebiete des Rur der letztere zu demjenigen der Adda gehört. uf dem Rordabhange ieten die Berninahäuser (2049 m), auf der aussichtsreichen Paßhöhe das Ospizio Bernina Unterkunft. ů

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 866Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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