Berti (Domenico), ital. Staatsmann, Philosoph und Litterat, geb. 17. Dez. 1820 in Eumiana bei Pinerolo, studierte in Turin, war mehrere Jahre Gymnasiallehrer in Novara und Casale, wurde 1849 Professor der Philosophie an der Universität zu Turin. Seit 1849 gehörte er, mit Ausnahme der Jahre 1857—60, dem sardin. und ital. arlament an. Er wurde 1860 Referendar im taatsrat, war 31. Dez. 1865 bis Februar 1867 Minister des Unterrichts, 1871- 77 Professor der Philosophie in Rom, und übernahm 29. Mai 1881 das Ministerium des Ackerbaues und des Handels. Außer zahlreichen pädagogischen und polit. Broschüren und Artikeln schrieb er: Vita di Giordano Bruno (Tur. 1868), «Copernico e le vicende del Sistema Copernicano in Italiao (Rom 1876), II Processo di Galileo Galileis (Rom 1876; 2. Aufl. 1878), Cesare Alfierio (Rom 1877), Di Cesare Cremonino e della sua controversia con LInquisizionep (Rom 1878), Giovanni Valdes e i suoi discepolis (Rom 1878), «Vita ed opere di Tommaso Campanellad (Rom 1878). In der Politik sowohl als auch in der Litteratur vertritt B. die gemäßigte konservativ-klerikale Richtung.