FeedBeuth (Peter Christian Wilh.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Beuth (Peter Christian Wilh.), ein um die gewerbliche Entwickelung Preußens hochverdienter Heaniter, geb. zu Kleve 28. Idit 1781, Sohn eines Arztes, erhielt seine Schulbildung zu Kleve und Berlin und studierte seit 1798 au der Universität Halle die Rechte und Chandedtwat tuat. worauf er 1801 in den preuß. Staatsdienst trat. Er war anfänglich bei der kurmärk. Kriegs⸗ und Domänenkammer, dann beim Manufaktur⸗ und Kommerzkollegium beschäftigt, ward 1806 Assessor bei der Kammer zu Bayreuth, 1809 Regierungsrat in Potsdam und 1810 Geh. Obersteuerrat zu Berlin. B. arbeitete hier im Bureau des Staatskanzlers und wirkte als Mitglied der Kommission für die Reform der Besteuerung und des Gewerbewesens an den roßen Entwürsen mit, welche die Reorganisation es preuß. Staats und namentlich die Hebung der Finanzen und der Industrie herbeiführen sollten. Im N. 1813 trat B. als Gemeiner in die Kavallerie des Lützowschen Freikorps ein, wurde aber bald Offizier. Nach dem Aten von 1814 kam er als Oberfinanzrat in die Abteilung für Handel und Gewerbe des Finanzministeriums, bethätigte sich bei der Abfassung der Steuergesetze von 1817 und übernahm 1818 die Leitung dieser Abteilung. Seit 1821 Mitglied des Staatsrats, trat er auch durch das von ihm hervorgerufene Gewerbeinstitut in die nächsten Beziehungen zu den Gewerbtreibenden Berlins und Preußens, wurde 1828 dirigierender Oberfinanzrat, 1830 Wirkl. Geh. Oberregierungsrat, 1844 Wirkl. Geheimrat. Während dieser Zeit leitete er nicht nur als Direktor die Abteilung für Handel, Gewerbe und Bauwesen, sondern wirkte auch als Direktor der te nischen Deputation für Gewerbe, des Gewerbeinstituts, der allgemeinen Bauschule und der Baugewerbeschule. B. mußte 1845 aus Gesundheitsrücksichten aus dem Staatsdienst ausscheiden. Er starb 27. Sept. 1853 zu Berlin. Der Aufschwung, den Preußen seit dem Frieden von 1815 in gewerblicher Richtung genommen, ist wesentlich B. zu verdanken. Mit scharfem Urteil, praktischem Blick, umfassendem Wissen und Energie des Willens verband er Kunstsinn und roßartige technische Talente. Ebenso wichtig als eine amtliche war seine außeramtliche Wirksamkeit, die mit der Gründung des Gewerbeinstituts begann. Sein bronzenes Standbild (von Kiß) befindet sich seit 1861 vor der Bauakademie in Berlin.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 924Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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