FeedBibiena (Fernando)
BaukunstBrockhaus 1882

Bibiena (Fernando), eigentlich Galli— Bibiena, Dekorateur und Baumeister, geb. zu Bologna 1653, Schüler des Carlo Cignani, war erst am herzogl. Hofe in Parma thätig, kam dann 2* Wien, wo er in Diensten Karls VI. bis 1720 blie und mit vielen Arbeiten betraut wurde. Dieselben bezogen sich meist auf das Theater und dessen Ausstattung, wofür die Opern, welche unter jenem Kaiser gegeben wurden, Anlaß boten. Doch malte er auch für Kirchen, wie z. B. das schöne Fresko in d em Chor der W zu Wien. Kaiser Karl VI. ernannte 1n die aftot gewesen des Kaisers in Barcea beschäftigt gewesen war. Später malte er in Prag. B. starb erblindet in seinem Vaterlande 1743. Wie seine Gemälde haben auch seine Bauten viel Bravourmäßiges in Vortrag I . nik, und bilden ein Hauptelement der größtenteils auf bolognes. und rockkunst osterreichs. — Seine Söhne, Anto nio, Giuseppe und Alessandro Richtung in Deutschland mit Erfol ort. Theolog und Orientalist, geb. 1504 zu Vichosszel im Th Oswald Myconius 1532 nach Zwinglis Lode des stelt. r der alttestamentlichen Wissenschaften estellt. In dieser Stellung hat er durch seine ang gründliche Kenntnis des Hebräischen und der verwandten Dialekte (er lieferte eine der Pü Ubersetzungen des Koran) das Studium der 3 mnld⸗ In der Prädestinationslehre vertrat er e mildere auch, als Peter Martyr Ger 1556 in Zürich dies Dogma in voller calvinis 5⁵15 aus. Diese Streitigkeiten veranlaßten es daß 1560 in den Ruhestand versetzt w ‚ 26. Nov. 1564 an der Pest. Ha 1

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 8Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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