Bibliomanie und Bibliophilie schwer bei i „wie denn auch die Engländer, obgleich bei ihnen die echte Bibliomanie seit dem ersten ertel des 19. ahrh. bedeutend + Bonamw immer einen jeden Büchersammler einen Bibliomanen nennen. Der eine Bibliophile sammelt z. B. Ausgaben der Bibel oder einzelner griech. und röm. Klassiker und anderer bedeutender Schriftsteller, der andere Bedt in möglichster Vollständigkeit die über gewisse egebenheiten und Ereignisse, namentlich die gleichzeitig mit denselben erschienenen 439270 zu vereinigen, wie z. B. uber die Feier des Reformationsjubelfestes, ber den Dreißigjährigen Krieg u. s. w. och andere Sammlungen erstrecken sich über ganz spezielle Gegenstände, wie z. B. über das Schachspiel (Bledowsche Sammlung auf der königl. Bibliothek zu Berlin), auf bestimmte ine Lander und (Luther, Goethe, Shakspeare), einzelne Lander und Orte u. dgl. Nicht selten sind Sammlungen über die Geschichte einzelner Staaten, Lander und Orte, sowie über bestimmte Litteraturgattungen (Dichtungen, Dramen Biographien). Eine der bekanntesten dieser Art ist die Meusebachsche über die ältere deutsche Litteratur seit der Reformation. Ofter auf die wurden auch Sammlungen mit Rücksicht auf die Geschichte der Typographie. Hierher gehören die Sammlungen von Hulamaheln von ältern Büchern mit Holzschnitten, von Kupferwerken, von in Amerika oder andern entlegenern Gegenden der Erde gedruckten Werken u. s. w. Um nun teils der litterarischen Raritätensucht neue Nahrung zu eben, teils auch zugleich mit wirklich wissens ft ichen Absichten, sind in neuerer Zeit, namentlich in England zahlreiche Vereine zusammengetreten, welche Handschriften und selten gewordene, aber interessante Druckwerke in einer derucher oder geringern Anzahl von Eremplaren abdrucken und die-Iaun bloß an die beisteuernden Mitglieder verteien. So bildete sich, nach Vorgang des schon erwähnten Imlubemd1r 1823 in Schottland der Bannatyne-Klub und 1828 in Glasgow der Maitland-Klub, denen alsbald noch viele andere solcher „Printing-Klubso, wie die Camden-Society, Percy-Society, Shakspeare-Society, Parker-Society, Surtees-Society, Abbotsford-Klub, Spalding-Klub u. s. w. solgten, denen England vieles für seine ältere Litteratur zu danken hat. In jüngster Zeit sind jedoch viele dieser Vereine eingegangen oder haben wenigstens in ihrer Thätigkeit nachgelassen. Ahnliche Zwecke verfolgt in Deutschland der Litterarische Verein zu Stuttgart, der sehr gut geleitet ist und seit 1842 bereits Ucht al. Handschriften und altere Drucke veröffentlicht hat.