Bielitz, Hauptstadt eines Bezirks in Esterreichisch-Schlesien, am nordwestl. Fuße der Karpaten, an einer Zweigbahn der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn und am linken Ufer der Biala, der —. Stadt Biala (s. d.) gegenüber Karte Saolt (1880) 13 060 meist prot. E., die I starke Schafwollwaren-Industrie, ferner Ma chinenfabrikation, Flachsgarnspinnerei, Färberei und Druckerei in Leinwand betreiben. B. ist der Sitz einer Bezirkshauptmanns chaft, hat ein Staatsgymnasium, ein evang. Lehrerseminar 198 ein prächtiges Schloß mit einem schönen ark. Von großer Wichtigkeit ist der Handel des rtes, in dem sich auch die Hauptniederlage des aliz. Salzes für den Bedarf von Mähren und Schlesien befindet. Die Stadt wurde im 13. Jahrh. egründet und war im 15. und 16. Jahrh. ein fester Plag. Sie bildete Water einen Bestandteil des Herogtums Teschen, später eine selbständige Minderherrschaft, welche Kaiser Franz I. 1752 zu Gunsten des Fürsten Alexander Jo eph Sulkowsti zum Fürstentume erhob. Vgl. aase, «Die Bielitz-Bialaer Schafwollwaren-Industries (Teschen-Bielitz 1874).