Bielskin arcin), berühmter poln. Geschichtschreiber, eb. um 1495 auf dem elterlichen Stammgute Biala im Sieradzer Lande, verlebte seine Jugend am Hofe des Wojwoden Kmita, trat hr d in das Heer und nahm 1531 an der Schlacht bei Obertyn teil. Später lebte er wieder in Biala, wo er 1575 starb. B.s litterarischer Ruhm gründet sich auf seine beiden Geschichtswerke, die Kronika wiatap (Krakau 1550 u. 1564), eine allgemeine Geschichte, die von der Schöpfung an bis auf B.s Zeit reicht, und die Kronika polskan (Krakau 1597; Warsch. 1764 u. 1829), eine Geschichte Polens (von seinem Sohne 2⁷ chim B., der unter Sigismund III. königl. Sekretär war, herausgegeben und bis 1597 fortgeführt). Diese waren die ersten Geschichtswerke in poln. Sprache, die für die Entwickelung der poln. Prosa epochemachend wurden. Ihrer Freimütigkeit 28.6 besonders in kirchlichen Dingen, kamen beide B. in den Verdacht der Ketzerei und 1617 wurden ihre Chroniken von dem Bischof von Krakau verboten und unterdrückt. Nach einem Manustript veröffentlichte Sobieszansti eine Ergänzung der Kronika polskas (Warsch. 1851). Von B.s übrigen Werken sind Sprawa rycerskas (Krakau 1569), eine Darstellung der Kriegskunst, und die beiden satirischen Gedichte: Sen majowys (Krakau 1590) und Seym niewiescio (Krakau 1595) hervorzuheben.