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TechnikBrockhaus 1882

Blech leicht von der Seite wegnehmen kann. Um die Ränder von Blechgefäßen umzubiegen, zu bördeln, zu falzen oder mit H— zu versehen, hat man die Sieken⸗, Bördel⸗, Falzzudrück⸗ und Drahteinlegemaschinen, durchgehends kleine Kopfwalzwerke, die in ihrer äußern Form alle mehr oder weniger der abgebildeten Sieken mas „ ne (Fig. 7) ähnlich sind. Die Gi 8, 9 und 10 sind Abbildungen einer Anzahl Walzenpaare zu verschiedenen Zwecken, und zwar Fig. 8 Walzen zum Bördeln, 500 9 zum Vornehmen (Umbiegen der Ränder an ohlgefäßen), Fig. 10 zum Drahteinlegen. Sieken eißt Blechränder mit Kannelierungen versehen, zu welchem Zwecke entsprechend profilierte Faconwalzen angewendet werden. Alle diese für Klempnerei und verwandte Gewerbe sehr vorteilhaft zu benutzenden Walzen lassen sich auf derselben Maschine anbringen. Die Anwendung der Maschine ist aus der beigegebenen Abbildung klar ersichtlich. Eine Maschine, welche kreisförmig gebogene Eisenblechrohre liefert, ist in Fig. 11 und 12 veranschaulicht. Das Rohr wird über einen Dorn D geschoben und durch die Sorhe F festdewegliche Zange 6 gegen F, wodurch sich eine Falte bildet; durch mehrere in gleichen Abständen angebrachte Falten wird die gewünschteKrümmungerzielt. Bei den Maschinen, durch welche eine Veränderung der Blechoberfläche, und zwar entweder durch Drücken oder durch Stanzen berworgebracht wird, erfolgt das Drücken über einem Holzfutter auf einer Presen geschieht dunr Das Stanzen, Prägen oder Pressen geschieht durch die obenbeschriebenen Balancierpressen oder auch durch besonders zu diesem Zwecke eingerichtete Prägepressen mit Dampf⸗ oder Handbetrieb. Die hierzu verwendeten Stempel und Matrizen bestehen meist aus verschiedenen Metallen, und zwar die Matrize gewöhnlich aus Stahl, mit der entsprechenden Einschle Gravierung, während der Stempel durch Einschlagen, Eindrücken oder Eingießen eines weichern Metalls in die Matrize hergestellt ist. Bei tiefen Hohlgefäßen, die aus einem Stück gestanzt werden sollen, kann man diesen Zweck nicht mit einer Matrize erreichen, sondern muß hierzu mehrere, in fortschreitender Reihenfolge tiefer werdende Matrizen mit den zugehörenden Stempeln anwenden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 152Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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