Bligh (spr. Blei, William), engl. Seefahrer, geb. 1753. Nachdem er eine Reise um die Welt unter Cook gemacht, ward er 1787 beauftragt, mit dem Schiffe Bounty nach der Insel Tahiti zu gehen um den dort einheimischen De Mar tbaum na Westindien 5 verpflanzen. Die Mannschaft seines Schiffs, welcher der Aufenthalt in Tahiti gefiel und die überdies von ihm mit großer Strenge behandelt worden war brien ihn mit einigen ihm treu gebliebenen Gefa rten in einem Boote aus und kehrte nach der Insel zurück. Indessen gelang es B., nach Erduldung unglaublicher Mühseligkeiten, Batavia zu erreichen. In England angekommen, gab er einen Bericht über die Meuterei heraus (Narrative of the mutiny on board H. M. ship Bounty v, Lond. 1790), dem später eine Beschreibung seiner Reise ((Voyage to the South Seas, Lond. 1792; deutsch von Forster, Berl. 1793) folgte, während auf seine Veranlassung ein Kriegsschiff unter Kapitän Edwards nach Tahiti abgesandt wurde, um der Meuterer habhaft zu werden. Ein Teil von ihnen ward ergriffen; der Rest hatte sich bereits mit Fletcher Christian, dem Haupträdelsführer, nach der nsel Pitcairn (s. d.) geflüchtet. Ihre dortigen chicksale hat Byron zum Thema seines Gedichts „The Island, or Christian and his comradeso genommen. B. wurde 1806 zum Gouverneur von Neusüdwales ernannt, wo er sich jedoch so unbeliebt machte, daß die Kolonisten ihn 1808 absetzten und nach England zurückschickten. Er starb als Admiral 7. Dez. 1817 zu London.