FeedBlind
AllerleiBrockhaus 1882

Blind, des Sehvermögens beraubt, s. unter Blindheit. Auch wird das Wort noch vielfach in übertragener Bedeutung gebraucht, und zwar: der geistigen Sehkraft beraubt, Hene blinde Liebe, blinder Glaube u. s. w.; des Reflexes oder des Glanzes beraubt, z. B. blinder Spiegel, blindes Metall; dem Licht nicht Iroied z. B. blindes Fenster; beim Schießen soviel wie ohne Kugel, ohne Geschoß; nicht mit zu rechnen oder zu zählen, z. B. blinde Passagiere, welche mitfahren, ohne eingeschrieben zu sein; blinde Soldaten, welche bei der Musterung nur temporär eingestellt werden; blinde Matrosen, welche nicht vorhanden sind, deren rechn aber vom Kapitän betrügerischerweise mit berechnet wird.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 170Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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