FeedBlume oder Bouquet (frz.)
AllerleiBrockhaus 1882

Blume oder Bouquet (frz.), aner Weinen für das eigentümliche Aroma verschiedener Weine. Am lemern Mocch. u ist dasselbe bei den Rhein⸗, den einern Mosel- und Mainweinen, sodann bei Burunderweinen. Die B. der Weine beginnt bereits ei der Gärung sich zu bilden, sie kommt aber erst während des Lagerns zur schede Entwickelung. Sie ist auf die Entstehung verschiedener Atherarten urückzuführen, die aber ihrer äußerst geringen tenge wegen noch nicht mit Sicherheit chemisch unterschieden werden konnten. Man hat sich viellach bemüht, die B. der verschiedenen Weine auch ünstlich darzustellen, und zwar mitunter nicht ohne Geschick. In der Bierbrauerei bedeutet B. die Oberhefe; in der Färberei den blauen Schaum, welcher auf der Oberfläche der Indigoküpe erscheint. In der Wollkunde versteht man unter B. den in Form und Textur vollendeten Stapel der kurzgedrängten, hochfeinen Wolle. In der Ehemie und Pharmacie endlich bezeichnet man mit B. gewisse, durch lockere Pulver- oder wefei, Ant sich auszeichnende Präparate, wie Schwefel⸗-, Antimon⸗, Zinkblumen u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 188Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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