Bohemund I., — Sohn des normann. Fürsten Robert Guiscard, 0 ogs von Apulien, eb. um 1065, ren dent sich schon in den Kriegen eines Vaters gegen den byzant. Kaiser Alexius von 1081—85 aus. Nach seines Vaters Tode (1085) ward er durch die Ränke seiner Stiefmutter vom väterlichen Throne ausgeschlossen, und erst nach vierjährigem Kampfe seßte er es durch, daß ihm Tarent als besonderes Fürstentum überlassen blieb. Bei dem ersten Kreuzzug schloß er sich im Herbst 1096 an der Spitze eines bedeutenden Heeres in Cpirus dem Kreuzfahrerheere an. An dem Siege bei Doryläum in Phrygien war B. vorzugsweise beteiligt; auch führte er den Vortrab des Heers über den Taurus und nach Syrien und die Eroberung von Antiochia im Sommer 1098 war hauptsächlich ihm zu verdanken. B. blieb in Antiochia, welches Um als eigenes Fürstentum übertragen worden war, um sich zunächst in der ar neuen Besitztume zu befestigen. Nur mit der größten Anstrengung vermochte er seinen vielen Feinden zu widerstehen; vier Jahre brachte er in feindlicher Ivon den Eazu, und nach der Befreiung mehr als je von den Sarazenen bedrängt, suchte er 1104 in Europa Unterstützung. Während er seinen Vetter Tancred 5 Verteidigung seines Reichs zurückließ, ging er selbst nach Frankreich, Konaant sich dort mit König Philipps I. Tochter, Konstanze, sammelte ein Heer und führte dasselbe nach Griechenland. Dort belagerte er im Herbst 1108 Durazzo, allein mit so unglücklichem Erfolge, daß er gezwungen ward, mit dem Kaiser Alexius Frieden zu schließen und Griechenland zu verlassen. Er wandte sich nun ur Italien, um neue Streitkräfte . bu des 6 star aber daselbst 1111. — B. II., Sohn des vorigen, war noch unmündig, als sein Vater starb. Das Fürstentum Antiochia verwaltete noch immer Tancred mit Redlichkeit und Klugheit, und nach dessen Tode (1112) Roger von Salerno. Dem letztern gingen die staatsmännischen Tugenden des erstern in dem Maße ab, 9 das Fürstentum den Mohammedanern (1119) hätte erliegen müssen, wenn nicht König Balduin II. von Jerusalem zur Hilfe Feldnnge di wäre und durch eine Reihe gefahrvoller halten die Unabhängigkeit von Antiochia aufrecht erhalten hätte. B. selbst trat 1126 die Regierung an und leistete Balduin der Mon Beistand gegen die unaufhörlichen Angriffe der Mohammedaner. Aber ö on 1130 fand er seinen Tod auf dem Schlachtelde. — B. III., Enkel des vorigen, übernahm 1163 die Regierung. Kurz darauf fiel er in die Gefangenschaft des Atabek Nureddin von Syrien, und nur König Amalrich von Jerusalem hinderte die Einnahme von Antiochia durch Nureddin. B. ward bald gegen Erlegung eines bedeutenden Lösegeldes freigelassen und regierte von da an ziemlich unangefochten von auswärtigen Feinden. Er regierte aber so kraftlos und machte sich durch seine Ausdunm auch vi verhaßt, daß zuerst die Geistlichkeit, ann auch viele seiner Vasallen ihm feindlich gegenübertraten und sein Reich der Schauplatz Hτ innerer Kämpfe ward. Er starb 1201. — B. IV. (1201—33) und B. V. (gest. 1251) waren unbedeutende Fürsten. B. VI. endlich war nicht im Stande, den Sturz seines Reichs abzuwenden. Am 17. Mai 1268 ward Antiochia von den Mamluken unter Baibars erobert. B. starb als Fürst von Tripolis 1274. — B. VII., sein Nachfolger, starb kinderlos 1287. Nach seinem Tode brach ein Erbfolgestreit aus, während dessen mit der Einnahme von Tripolis 1289 und Acca 1291 durch Seifeddin dem christl. Fürstentume in Syrien ein Ende gemacht wurde.