Bolivar, einer der Vereinigten Staaten von Columbia in Südamerika, 1858 aus den Provinzen Cartagena, Mompos und Sabanilla der Republik Neugranada gebildet und nach Bolivar (s. d.) benannt, grenzt im N. an das Antillenmeer, im W. an dasselbe Meer und den Staat Cauca, im S. an Antioquia, im O., wo der Rio Magdalena die Grenze bilbet, an den Staat Magdalena und einen Uleinen Teil von Santander. Der Staat zerfällt in die Provinzen Barranquilla, Cärmen, Cartagena, Corozal, Chinu, Lorica Magangus Mompos, Säbanalarga und Sincelejo, umfaßt das niedrige Land zu beiden Seiten des Rio Sinu, des untern Rio Cauca und auf der Westseite des Rio Magdalena bis zur Küste, in welches nur niedrige nördl. Ausläufer der Centralcordillera sich hineinziehen, und nimmt einen Flächenraum von 55000 am ein. Das Land ist großenteils noch mit Urwald bedeckt, das Klima überall heiß und an der Küste sowie am untern Rio Magdalena ungesund. Die Bevölkerung betrug 1870 bereits 241704 Seelen. Sie besteht ben) Ree aus Mischlingen von Indianern (Karaiben), Negern und Weißen, unter denen die sehr kräftigen Zambos vorzüglich von dem Transport der Waren auf den waser als Bootführer leben. Überhaupt bildet der Handel einen Haupterwerbszweig der Bevölkerung. Neben der Hauptstadt Cartagena (s. d.) sind die wichtigsten Orte Mompos und Barranquilla. Abgetrennt vom Staate B. ist zur Zeit das Nationalterritorium Bolivar mit (1870) 7751 C.