Bonbons (frz.), eine fabrikmäßig hergestellte Konditoreiware. Bei der Fabrikation wird weißer Zucker, bei geringerer Ware unter Zusatz von Stärkezucker, mit wenig Wasser geschmolzen und so lange über freiem Feuer gekocht, bis eine bei geringem Abkühlen plastisch werdende, beim Erkalten erstarrende Masse entstanden ist. Diese wird auf einen Marmortisch ausgegossen, mit einer Metallwalze zu einer gleichmäßig dicken Tafel ausgewalzt und letztere wird dann, noch warm durch WBahie eu Ste mit einer, mit Kreismessern befetzten Walze zu Streifen zerteilt, deren Breite durch den Abstand der Messer auf der Walze bedingt ist. Durch einen zweiten Schnitt mit derselben meilt werden die Streifen in quadratische Stücke zerteilt. Die Färbung erfolgt durch anfänglichen Zusatz von Fruchtsäften. Gefüllte B. werden aus weniger weit eingekochtem Zuckersaft dargestellt. Derselbe muß so beschaffen sein, daß er beim Erkalten rasch eine reichliche Krystallisation gibt, ohne aber völlig zu erstarren. Die Gestalt der B. wird mittels einer Metallform in eine gleichmäßig geebnete, starke Schicht von feinem Zuckerpulver eingedrückt und der Saft in die so gebildete Vertiefung gegossen, worin die äußern Partien sofort zu glasigem Zucker erstarren, während das Innere 010 bleibt.