Boner (Ulrich) oder Bonerius, wie er sich latinisierend nennt, einer der ältesten und zugleich der beste Fabeldichter des deutschen Mittelalters, aus einem von alters her in Bern eingebürgerten Geschlechte, war Predigermönch daselbst und wird in einigen Urkunden von 1324 und 1349 als Zeuge enannt. Zu dem auch als Liederdichter bekannten eiun von Ringgenberg stand er in freundschaftichen ½. und ihm hat er sein gro Dan oer „Der Edelstein⸗ ½• dessen 100 eln oder bischaft (Beispiele) meist nach dem Lateinischen des Avianus und sog. Anonymus des Nevelet, zum Teil aus noch andern s Güon E und mündlichen Quellen bearbeitet sind. Obschon Sprache und Reim nicht mehr die frühern reinen ahin und Formen zeigen, ist B.s Darstellung und Erzählungsweise doch voll Leben und Anschaulichkeit, voll — umor und Naivetät, und unterscheidet sich dadur ehr zu ihrem Vorteil von der trockenen, fast epigrammatischen Kürze des lat. Vorbildes. Lessing gab sich längere Zeit mit Vorliebe dem Studium des B. hin, dessen Namen er in die Litteratur einführte, und legte die Ergebnisse seiner ½½ in zwei Aufsätzen nieder. Von der einstigen Beliebtheit des Buchs * außer zahlreichen Handschriften, der Umstand, aß die Wahl des ersten deutschen Drucks (Bamb. 1461, mit Holzschnitten) auf den ⁰Edelstein v 530 Später gab J. G. Scherz aus straßburger Handschriften 51 Fabeln (1704 — 14) Dusgal denen 1757 eine vollständigere und bessere usgabe von Bodmer und Breitinger folgte. Eine Erneuerung erschien in Berlin 1810 durch Eschenburg. Die erste vollständige Ausgabe des alten Textes mit trefflichen Erläuterungen und muster½ Wörterbuch besorgte Benecke (Berl. 1816). ine neue kritische Bearbeitung lieferte Pfeiffer San 1844). über B.s Quellen vgl. Gottschick in nd 11 der Zeitschrift für deutsche Philologies.