Bora (Katharina von), Luthers Ehegattin, geb. 29. Jan. 1499, stammte aus einem meißnischen Adelsgeschlecht, ward schon als Kind in das Kloster Nimptsch unweit Grimma gethan und nahm 1515 den Schleier. Hier fühlte sie sich, mit Luthers reformatorischen Ansichten bekannt geworden, unglücklich und wandte sich, da ihre Verwandten ihr widerstrebten, mit acht andern Nonnen an Luther. Dieser gewann einen Bürger zu Torgau, Leonhard Koppe, der mit einigen Genossen die neun Nonnen in der Nacht vor dem Osterfeste 1523 aus dem Kloter befreite, sie nach Torgau und von da nach ittenberg brachte, wo Luther ihnen ein Unterkommen verschaffte. Auch erließ dieser ein öffentliches Sendschreiben an Koppe, worin er unverhohlen bekannte, daß er die erste Veranlassung zu diesem und Ber gegeben habe, und ermahnte die Eltern und Verwandten der neun Jungfrauen, sie wieder zu sich zu nehmen. Einige derselben wurden von wittenbergischen Bürgern aufgenommen; die jün9422 verheirateten sich. Katharina war in das Haus es Bürgermeisters Reichenbach gekommen. Luther ließ ihr durch seinen Freund, den Prediger Nikolaus von Amsdorf in Wittenberg, den Doktor Kaspar Glaz zum Gatten antragen. Sie lehnte diesen Antrag ab, erklärte sich aber bereit, dem Nikolaus von Amsdorf oder auch Luther selbst +* Hand zu reichen. Luther hatte zwar 1524 seine Mönchskleidung abgelegt, auch war er dem Ehestande nicht abgeneigt; denno überraschte sein plötzlicher Entschluß zur Heirat mit Katharina und ihr Vollzug am 13. Juni 1525 allgemein. Luther scheint nicht in allen Dingen mit seiner Käthe einverstanden gewesen zu sein, denn mit der ihm eigenen Treuherzigkeit spricht er ebensowohl von den Leiden wie den n seiner Ehe. Katharina gebar ihm drei Söhne und drei Töchter, von denen Luther selbst noch zwei sterben sah. Sie war eine zwar nicht gerade weiblich zarte, aber tüchtige, rliche Natur, wie Luther Rar nein fromm, getreu eib, auf das 5 eines Mannes Herz verlassen kannv. Die besten Nachweise über Katharina von B. finden sich bei Köstlin, Martin Luthero (2 Bde., Elberf. 1875). Nach Luthers Tode unterstütte Johann Friedrich sie wiederholt mit Geldgeschenken und sorgte für ihre Söhne; auch Christian III. von Dänemark sandte ihr mehrmals kleine Geldsummen. Nach der Einnahme Wittenbergs im Mai 1547 ging sie na aumphwelz, und von dort mit Melanchthon nach Braunschweig, in der Absicht, sich zum Könige von Dänemark zu begeben. Doch kehrte sie nach Wittenberg zurück, bis sie sich 1552, durch die Pest vertrieben, schon krank nach Torgau wendete, wo sie bald darauf 20. Dez. 1552 starb. bildet schöne Krystalle des tesseralen Systems, die in Gips und Anhydrit bei Lüneburg und Seegeberg eingewachsen sind; außerdem findet er sich als weiße knollenförmige, aus Wbpaunrialen Krystallen bestehende Masse in den Abraumsalzen von Staßfurt und ist nach diesem Vorkommen auch als Staßfurtit bezeichnet. Letzteres Vorkommen ist ausreichend für eine technische Verwertung.