FeedBörjesson (Joh.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Börjesson (Joh.), Sohn ei schwed. Trauerspieldichter, wurde als Sohn eines Landmannes 22. März 1790 im Kirchspiel Tanum in Bohuslän geboren. Nachdem er seine theol. Studien auf der Universität Upsala vollendet, bekleidete er mehrere untergeordnete geistliche Amter, bis er 1828 Seellu Ud der großen 112 Weckholm bei Enköping in Upsalalän ward. Als Dichter machte er sich 1846 durch das Drama Erik den fjortonde weitern Kreisen bekannt, welches sein ungewöhnliches Talent für das Trauerspiel bekundete. Diesem Stücke folgten die Tragödien Erik den fjortondes son (1847) und „Solen sjunker, Gustaf I. sista dagaro (1856), sowie das Drama „Ur Carl den tolftes ungdomy Iungen Eine Fortsetzung zu «Erich XIV.», seinem gelungensten Stücke, das von Winterfeld auch ins Deutsche (Berl. 1855) übersetzt worden ist, bildet das Trauerspiel &Brödraskuldeno (1861). Kurz vor seinem Tode vollendete er noch das histor. Schauspiel In statshvälfning i Romo. Außer diesen dramatischen Arbeiten, die sich mehr durch lyrische Schönheiten als durch echt dramatische Kraft auszeichnen, hat B. auch zwei Sammlungen lyri158 Gedichte veröffentlicht: Kärlek och Poesi1849) und „Blommor och Tärar pa en dotters graf (1854). Kränklichkeit halber siedelte er in seinen sbort Lebensjahren nach Upsala über und starb dort 6. Mai 1866. Eine Sammlung seiner Schriften: &Valda Skriftero (Bd. 1 u. 2, Stockh. 1873—74), wurde von L. Dietrichson besorgt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 342Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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