Beskow (Bernh. von), namhafter schwed. Dichter, geb. 19. April 1796 zu Stockholm, trat nach Beendigun 5235 Studien in die königl. Kanzlei, erwarb sich das Vertrauen des damaligen Kronprinzen Oskar und wurde 1825 dessen Privatsekretär. Nachdem er 1826 in den Adelsstand erhoben worden, wurde er 1827 Kammerherr, 1832 Hofmarschall, 1843 in den Freiherrnstand erhoben und 1861 Oberkammerjunker. Er starb 18. Okt. 1868 zu Stockholm. Seinen Ruf begründete B. mit der Dichtung Karl XII.» (1819), die ihm die Bekanntschaft und Freundschaft Tegners verschaffte. Im J. 1824 erhielt er durch das Gedicht Sveriges Anoro (deutsch, Lübeck 1838) den großen Preis der Schwedischen Akademie, die ihn 1828 zu ihrem Mitglied und 1834 zu ihrem beständigen Sekretär erwählte. Bedeutender als B.s lyrische Gedichte: Vitterhetsförsöko (Stockh. 1818 19), sind indes seine Leistungen als dramatischer Dichter. Von seinen Trauerspielen, die von warmem Gefühl und Vaterlandsliebe beseelt sind, aber in Bezug auf Komposition und Charakterzeichnung manche Mängel haben, wurden Erik den Fjortondes (1827— 28), Torkel Knutsson (1830), (Birger och hans Atty (1836—38) und „Gustaf Adolf i Tysklando (1838), die als Dramatiska Studiero (3 Bde., Stockh. 1836—38) erschienen, von Ohlenschläger ins Deutsche übertragen (3 Bde., Lpz. 1841—43). „Torkel Knutsson gilt für das beie unter den bühnengerechten Trauerspielen, welche die schwed. Litteratur besitzt. Die Oper «Ryno oder der wandernde Ritter» ist von Edv. Brendler und dem (nachmaligen) König Oskar (I.) in Musik gesetzt worden. Von Bis übrigen Schriften sind noch „Vandrings-minnend (2 Bde., Stoch. 1833—34) und Minnesbildero (2 Bde., Stockh. 1860—66) hervorzuheben. Als Sekretär der Schwedischen Akademie hat B. eine Reihe wertvoller Nekrologe dateerd Besonders aber hervorzuheben ist sisch etzte größere Arbeit, eine umfassende panegyristisch gehaltene Betrachtung der Geschichte Gustavs III. (Om Gustaf den tredje ssom konung och menniskar, IV) in den Verhandlungen (Handlingarh) der Schwedischen Akademie (Bd. 32 [1860], Bd. 34 [1861], Bd. 37 11863), Bd. 42 ([1867] un Bd. 44 (1869]). Eine Arbeit verwandter Art ist seine Monographie Karl den tolfte. En minnesbildo (2 Bde., Stockh. 186869). Im J. 1870 erschienen B.sLebenserinnerungen: Lefnadsminneno, die aber nur die Kindheit des Dichters bis 1809 umfassen.