Dahlgren (Karl Joh.), schwed. Dichter, geb. auf Stens-Bruk im Kirchspiel Quillinge bei Norrköping 20. Juni 1791, studierte in Upsala Theologie, wurde 1824 bei der Kirche Hedwig Eleonore zu Stockholm, 1829 bei der dortigen Hauptkirche als ordinierter Cchrin angestellt und starb 2. Mai 1844. Als Schriftsteller machte sich D. zuerst in Atterboms Phosphoroso und «Poetisk kalendero bekannt; seitdem veröffentlichte er beinahe jährlich Gedichte bald in dieser, bald in jener Form. In den letzten Jahren seines Lebens produktiv und darum flüchtig, zeigt er in den Poesien und Novellen aus seiner bessern Zeit eine natürlich frische Heiterkeit und einen harmlosen Humor, der namentlich in der Darstellung idyllisch-burlesker Scenen zur Geltung kommt und oft an Bellman erinnert. Viele seiner Gedichte sind Eigentum des Volks geworden. Das Gelungenste von seinen Arbeiten stellte er in den« UIngdomskriftero (2 Bde., Stockh. 1829) und «Samlade Skriftero (Bd. 1, Stockh. 1834) zusammen. Von seinen dramatischen Dichtungen kam nur die Posse Ulla Winblads Födelsedago zur Aufführung, machte aber kein Glück. Außer mehrern besonders erschienenen poetischen Arbeiten, wie &Odalgummano (Stockh. 1828), Angbätssänger (Stockh. 1837) u. s. w., gab D. fast jährlich Musenalmanache heraus, die auch viele Novellen und komische Erzählungen von ihm enthalten. Eine Gesamtausgabe seiner Werke (5 Bde., Stockh. 1847—52; 3. Aufl. 1875) wurde von Arwidsson, Bäckström und Törner veranstaltet.